Castro (r.) und Derdiyok bejubeln den Führungstreffer gegen Frankfurt © getty

Dank Castro und Can bleibt Leverkusen auf Champions-League-Kurs. Die Eintracht enttäuscht bei Vehs Heimspiel-Abschied.

Frankfurt - Gonzalo Castro und Emre Can haben das Tor zur Champions League für Bayer Leverkusen weit aufgestoßen.

Am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga gewann die Werkself 2:0 (2:0) bei Eintracht Frankfurt, behauptete damit Qualifikationsplatz vier und darf auch noch auf den dritten Platz von Schalke 04 schielen, der zum direkten Einzug in die Königsklasse berechtigt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Tore von Castro (27.) und Can (36.) könnte für Bayer deshalb am Ende 20 Millionen Euro wert sein - allerdings wartet am kommenden Wochenende noch das Endspiel gegen Werder Bremen auf das Team von Interimstrainer Sascha Lewandowski, der im Sommer von Roger Schmidt (RB Salzburg) abgelöst wird, um den pikanterweise auch die Eintracht geworben hatte.

Am Main, wo es nach dem bereits perfekten Klassenerhalt quasi um nichts mehr geht, wurde nach der Absage des früheren Paderborners bislang noch kein Nachfolger für den scheidenden Coach Armin Veh vorgestellt ( 885351 DIASHOW: Die Bilder des 33. Spieltags ).

Ausschlaggebend für Schmidts Wechsel nach Leverkusen war wohl vor allem die Aussicht, in der kommenden Saison in der Königsklasse trainieren zu dürfen.

Gäste von Beginn an druckvoll

Vor 51.000 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena versuchten die Gäste gleich in der Anfangsphase, die Hausherren unter Druck zu setzen.

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Viel mehr als ein paar ungefährliche Distanzschüsse wie der von Castro (6.) brachten die Leverkusener Bemühungen aber lange nicht ein.

Im Angriff machte sich zu Beginn durchaus das Fehlen von Stürmer Stefan Kießling bemerkbar, der wegen eines Muskelfaserrisses erstmals seit dem 11. Dezember 2010 und seit 118 Spieltagen eine Bundesliga-Partie verpasste.

Veh emotional verabschiedet

Allerdings tat auch die Eintracht wenig für das Spiel. Erst in der 20. Minute musste Bayer-Keeper Bernd Leno gegen Joselu zum ersten Mal eingreifen.

Veh, der vor der Partie von den Frankfurter Fans emotional verabschiedet wurde, schenkte in seinem vorletztem Spiel für die Eintracht den beiden Nachwuchsspielern Marc-Oliver Kempf und Marc Stendera das Vertrauen.

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Gerade als sich die Hessen etwas näher an das gegnerische Tor wagten, fiel allerdings das Gegentor.

Bayer ohne Mühe

Gegen eine viel zu passive Frankfurter Abwehrreihe spielte Kießling-Vertreter Eren Derdiyok mit einem überlegten Kurzpass Castro frei, der Eintracht-Torwart Kevin Trapp aus zentraler Position gut 14 Meter vor dem Tor keine Chance ließ.

Auf der Gegenseite scheiterte Martin Lanig per Kopf knapp (31.).

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In der Folge hatte Bayer keine Mühe, das Spiel zu verwalten und deshalb auch verdient noch vor der Pause zum zweiten Treffer: Youngster Julian Brandt durfte unbedrängt in den Strafraum ziehen und abschließen, sein Schuss prallte zunächst von Can an den Pfosten, den Nachschuss brachte der Mittelfeldspieler sicher im Tor unter.

Wenig Highlights

Nach dem Wiederanpfiff brauchten beide Teams gut zehn Minuten, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.

Der Kopfball von Sebastian Boenisch über das Tor blieb zunächst das einzige Highlight (53.), ehe Leno stark einen Kopfball von Lanig parieren musste (60.).

Bei der Eintracht überzeugte in einem schwachen Team allenfalls Sebastian Jung, beste Leverkusener waren Son und Castro.

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