Stürmer Cacau spielt elf Jahre lang für den VfB Stuttgart © getty

Der VfB Stuttgart spielt trotz Niederlage weiter erstklassig. Der VfL Wolfsburg behält die Champions-League-Plätze im Blick.

Stuttgart - Der VfB Stuttgarthat trotz einer Niederlage den Klassenerhalt gesichert, der VfL Wolfsburg darf weiter von der Champions League träumen.

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking gewann beim schwachen VfB verdient mit 2:1 (1:0) und bleibt dem Tabellenvierten Leverkusen vor dem letzten Bundesliga-Spieltag auf den Fersen. Die Schwaben profitierten indes von den Ausrutschern der Konkurrenz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Kevin de Bruyne brachte die Gäste in der 13. Minute mit einem sehenswerten Schuss in Führung, der frühere Wolfsburger Christian Gentner glich in einer durchwachsenen Partie in der 62. Minute aus, ehe Ivica Olic (90.+1) doch noch zum Sieg traf.

Olic egalisierte mit seinem 14. Saisontor seine persönliche Bundesliga-Bestmarke aus der Saison 2006/07, damals spielte der Kroate noch für den HSV.

Feueralarm in der Nacht

Beim Endspurt am kommenden Samstag trifft der VfL auf Gladbach. Das Spiel des VfB von Huub Stevens beim deutschen Meister Bayern München ist dagegen ohne Bedeutung.

Der Jubel hielt sich im Schwabenland nach einer verkorksten Saison in Grenzen. ( 885351 DIASHOW: Die Bilder des 33. Spieltags )

"Wir haben in der Nachspielzeit wieder durch einen unnötigen Fehler das hart umkämpfte Unentschieden hergegeben. Dieser Siegtreffer für Wolfsburg in der letzten Minute hat die ganze Saison widergespiegelt", sagte Sportvorstand Fredi Bobic bei "Sky". "Wir sind glücklich, dass wir drin geblieben sind, das war ein Kraftakt mit unserem Trainer, der einen Top-Job gemacht hat."

Wolfsburg hatte allerdings eine schlechte Vorbereitung. "Wir hatten Feueralarm mitten in der Nacht um 4 Uhr. Alle Spieler mussten raus aus den Betten, einige konnten danach nicht mehr so gut schlafen. Aber wir sind hellwach", sagte Sportdirektor Klaus Allofs vor der Partie bei "Sky".

Gewaltschuss in den Winkel

So begann sein Team auch und hatte durch einen Kopfball von Ivan Perisic (5.) die erste Chance.

Nur kurz darauf belohnte sich der VfL für seine Überlegenheit. Nach einer Konfusion im VfB-Strafraum kam der Ball zu de Bruyne, der aus 17 Metern mit einem Gewaltschuss in den Winkel traf.

Sven Ulreich war bei dem 110 km/h schnellen Schuss chancenlos. Der VfB hatte auch danach erhebliche Probleme, ins Spiel zu finden, kam bei einem der wenigen konstruktiven Offensivaktionen aber zu einer ersten Chance durch Cacau (19.).

Den Schuss des 33-Jährigen, der nach elf Jahren wohl sein letztes Heimspiel für die Schwaben bestritt, konnte der wiedergenesene VfL-Torwart Diego Benaglio aber mit einem Reflex abwehren.

Wolfsburg überlegen

Wolfsburg blieb auch in der Folge überlegen - ohne den VfB abgesehen von einem Freistoß durch Ricardo Rodriguez (43.) ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Stuttgart wurde vor der Pause nur noch einmal ansatzweise gefährlich, als Cacau einen Schuss verzog (41.).

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Nach dem Wechsel sahen 58.000 Zuschauer erst einmal viel Ballgeschiebe im Mittelfeld, nach vorne ging auf beiden Seiten herzlich wenig zusammen. Wolfsburg verwaltete den knappen Vorsprung.

Traore an den Pfosten

Der VfB war zunächst nicht in der Lage, Druck aufzubauen - bis Gentner bei einem Konter alleine auf Benaglio zusteuerte.

Die VfL-Defensive wirkte in dieser Situation sehr unsortiert. Pech hatte der künftige Gladbacher Ibrahima Traore, als er in seinem letzten Heimspiel für den VfB nur den Pfosten traf (74.). Wolfsburg hat nun weiter die Chance auf die Champions-League-Qualifikation.

In Stuttgart werden sie vieles aufarbeiten müssen. "Natürlich sind wir mit der Saison nicht zufrieden", meinte Bobic nach der Niederlage, "natürlich sind wir mit dem, was wir aus dem Kader geholt haben, nicht zufrieden".

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