Karim Bellarabi (l.) im Duell mit Tobias Werner © getty

Eintracht Braunschweig verliert in letzter Sekunde gegen Augsburg und bleibt Letzter - mit zwei Punkten Rückstand auf Platz 16.

Braunschweig - Die angezeigte Nachspielzeit von drei Minuten war bereits abgelaufen als Raul Bobadilla Eintracht Braunschweig den nächsten Tiefschlag verpasste.

Mit einem gekonnten Heber aus knapp 20 Metern schoss der eingewechselte Argentinier den FC Augsburg zum späten 1:0 (1:0) - und die Niedersachsen zurück auf den letzten Tabellenplatz.

Schwer geschlagen sanken die Eintracht-Profis beim darauffolgenden Abpfiff zu Boden - und mit ihr die Hoffnung auf den Klassenerhalt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Lieberknecht schützt seine Spieler

"Ein Sieg für uns wäre natürlich richtig gut gewesen. Aber trotz dieser Niederlage bleibt unser Kopf jetzt oben. Insgesamt gibt es keinen Vorwurf an die Mannschaft. Wir haben gegen einen bockstarken Gegner verloren", nahm Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht seine Schützlinge anschließend in Schutz.

FCA-Coach Markus Weinzierl sagte: "Wir sind natürlich überglücklich und ich denke, dass unser Sieg in Ordnung ging. Wir haben viele Chancen liegengelassen und am Ende dann doch noch das Tor gemacht. Wir sind jetzt schon sicher auf dem achten Platz, das ist eine Riesenleistung für diesen Verein."

Auch Hamburg und Nürnberg patzen

Einzig den Patzern des Hamburger SV (1:4 gegen Bayern München) und des 1. FC Nürnberg (0:2 gegen Hannover) haben es die Braunschweiger zu verdanken, dass sie vor dem letzten Spieltag noch nicht abgestiegen sind.

Zwei Zähler beträgt der Rückstand der "Löwen" auf Relegationsplatz vor ihrem abschließenden Auswärtsspiel in Hoffenheim am kommenden Samstag.

"Wenn wir da nicht gewinnen, haben wir den Klassenerhalt auch nicht verdient", betonte Mittelfeldspieler Mirko Boland bei "Sky".

So klang das Braunschweig-Drama bei SPORT1.fm

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Keine erstligareife Leistung

Gegen Augsburg war die Leistung der Norddeutschen über weite Strecken kaum erstligareif ( 885351 DIASHOW: Die Bilder des 33. Spieltags ).

Sichtlich verunsichert durch eine Serie von drei Niederlagen nacheinander, präsentierten sie sich insbesondere in der ersten Halbzeit verkrampft und ideenlos.

Die Gäste hingegen zeigten eine reife Spielanlage und erarbeiteten sich nicht nur Feldvorteile, sondern auch gute Einschussmöglichkeiten.

Nur eine Eintracht-Chance in Halbzeit eins

Die beste in der ersten Hälfte vergab Halil Altintop, der aus zwölf Metern Entfernung an Eintracht-Torhüter Danial Davari scheiterte (39.).

Auf der Gegenseite kam bis zum Seitenwechsel lediglich Kapitän Domi Kumbela zu einer Kopfballchance nach nicht einmal 120 Sekunden.

Hitz pariert gegen Khelifi

Zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild kaum. Weiterhin agierten die Augsburger ballsicherer und zielstrebiger.

Die Platzherren hatten überdies Glück, dass Alexander Esswein (52.) und der eingewechselte Ji Dong-Won (72.) aus aussichtsreicher Position das Braunschweiger Tor jeweils knapp verfehlten.

In der 88. Minute scheiterte Braunschweigs eingewechselter Salim Khelifi am glänzend reagierenden FCA-Keeper Marwin Hitz.

Davari noch einer der Besten

Davari, der Braunschweig zum Saisonende verlässt, sowie die Leverkusener Leihgabe Karim Bellarabi waren die stärksten Akteure bei der Eintracht.

Beim Tabellenachten, der nur noch einen Zähler hinter Europa-League-Platz liegt, verdienten sich Torhüter Hitz und Joker Bobadilla die Bestnoten.

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