Leverkusen, Wolfsburg und Gladbach blasen vor dem 33. Spieltag zum Angriff auf die Champions-League-Plätze. Keller hält dagegen.

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Von Christoph Lother, Daniela Fuß und Paul Willmann

München - "Es steht sehr viel auf dem Spiel", betont Christian Träsch im Gespräch mit SPORT1.fm.

Um genau zu sein: 20 Millionen Euro. In Worten: Zwanzig Millionen!

Diese stattliche Summe gibt es als Lohn für die Champions-League-Teilnahme.

Und vier Mannschaften reißen sich drum: Schalke 04, Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach.

Einer wird das Rennen machen, im Optimalfall noch ein Zweiter. Der Rest muss sich mit dem Trostpflaster Europa League begnügen.

"Champions League wäre absolut geil"

Rein von der Tabelle her haben die Schalker mit ihren derzeit 58 Punkten die besten Chancen auf den direkten Einzug in die Königsklasse.

Doch auch die seit jeweils drei Liga-Spielen ungeschlagenen Leverkusener (55 Punkte) und Wolfsburger (54) sind durchaus zuversichtlich, die Qualifikationsrunde für die Champions League noch umgehen und die möglichen Zusatzeinnahmen vorzeitig sicherstellen zu können (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Wir wollen als verschworener Haufen in diesen Spielen alles raushauen", sagt Bayers Sportdirektor Rudi Völler vor den abschließenden beiden Bundesliga-Partien am Samstag in Frankfurt (15 Uhr LIVE-TICKER und SPORT1.fm) und eine Woche später gegen Bremen.

Wolfsburgs Träsch kündigt bei SPORT1.fm an: "Wir haben noch einiges vor, wollen die maximal möglichen sechs Punkte holen." Und sein Mitspieler Maximilian Arnold sagt zu SPORT1: "Die Saison mit der Champions League zu krönen, wäre absolut geil."

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Schalker haben es in der eigenen Hand

"Wenn wir unsere Punkte in den verbleibenden beiden Spielen machen, dann kann die Konkurrenz spielen, wie sie will", hält Schalkes Trainer Jens Keller trotz zuletzt zwei Niederlagen in Folge selbstbewusst dagegen.

Doch eines ist klar: Sollten die Königsblauen am Samstag (15 Uhr LIVE-TICKER und SPORT1.fm) in Freiburg patzen, wollen die Verfolger da sein.

Das Saisonfinale wird zum Nervenkrimi. Jeder noch so kleine Ausrutscher könnte die Teams in der Spitzengruppe teuer zu stehen kommen.

Das weiß auch Träsch, der beim letzten Auswärtsspiel seiner "Wölfe" in Stuttgart (Sa., 15 Uhr LIVE-TICKER und SPORT1.fm) ein hartes Stück Arbeit erwartet.

"Ich glaube zwar, dass die Stuttgarter schon durch sind", sagt der zehnmalige Nationalspieler vor dem Duell mit seinem nur noch leicht abstiegsgefährdeten Ex-Klub: "Nichtsdestotrotz werden sie alles geben, um im letzten Heimspiel noch mal einen Dreier einzufahren."

Eberl warnt vor Europa-League-Quali

Einen solchen streben auch die mit 52 Zählern sechtsplatzierten Gladbacher vor heimischer Kulisse gegen Mainz (Sa., 15 Uhr LIVE-TICKER und SPORT1.fm) an.

"Es ist noch sehr viel drin", betont Manager Max Eberl vor der Partie gegen die Rheinhessen bei SPORT1.fm.

Immerhin könnten die Borussen mit einem Sieg nicht nur ihre Champions-League-Hoffnungen am Leben halten, sondern auch die direkte Teilnahme an der Europa League sichern.

Ein vergleichsweise bescheidenes Ziel, dem Eberl mit einer fast schon philosophischen Erklärung jedoch größte Bedeutung beimisst:

"Europa ist nicht gleich Europa. Du kannst Europa erreichen, ohne jemals dort aufzutauchen", sagt er und fügt hinzu: "Wir haben gesehen, wie Stuttgart in der letztjährigen Europa-League-Qualifikation gegen Rijeka oder Mainz vor drei Jahren gegen Metan Media ausgeschieden ist."

Endspiel in Wolfsburg?

Soll heißen: Platz sieben gilt es für die Borussia zu meiden, will sie nicht Gefahr laufen, sich auf dem Weg in den europäischen Wettbewerb ähnlich zu blamieren wie die angesprochenen Stuttgarter und Mainzer ihrerzeit gegen Vertreter aus Kroatien und Rumänien.

Vielmehr wollen die Gladbacher am letzten Spieltag noch um den vierten Rang kämpfen. Im direkten Duell mit Wolfsburg. In einem echten Endspiel.

Vorausgesetzt natürlich, Schalke und Leverkusen zeigen Nerven. Im spannenden Kampf um die Millionen.

Das Restprogramm:

Schalke 04 (3. Platz, 58 Punkte, 57:42 Tore): Freiburg (A), Nürnberg (H)

Bayer Leverkusen (4. Platz, 55 Punkte, 56:40 Tore): Frankfurt (A), Bremen (H)

VfL Wolfsburg (5. Platz, 54 Punkte, 58:48 Tore): Stuttgart (A), Gladbach (H)

Bor. Mönchengladbach (6. Platz, 52 Punkte, 55:39 Tore): Mainz (H), Wolfsburg (A)

Im SPORT1-Tabellenrechner können Sie schon einmal verschiedene Szenarien durchspielen

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