Die Niederlagen der Verfolger festigen das Bild von der Münchner Alleinherrschaft - ohne dass die Bayern selbst spielen.

Was für ein Erfolg für Werder Bremen! Die Norddeutschen verabschieden sich mit einem Sieg über den inoffiziellen Herbstmeister in die Winterpause.

Gegen keinen Geringeren als die zweitbeste Mannschaft Europas gewann Werder zum Hinrundenabschluss mit 1:0.

Zumindest sind das die Kategorien, in die der Manager der unterlegenen Leverkusener, Rudi Völler, sein Team einordnet.

"In jeder anderen Liga wären wir Tabellenführer", behauptete Völler vor der Partie felsenfest. Bayern spiele sowieso in einer anderen Liga.

Ob Bayer tatsächlich auch in der Primera Division oder in der Premier League Spitzenreiter wäre, darf angesichts der jüngsten 0:5-Pleite gegen Manchester United arg bezweifelt werden.

Und die Leistung in Bremen wird auch kein europäisches Spitzenteam mit den Knie schlottern lassen.

Die Schwäche der Bayern-Verfolger Leverkusen und Dortmund ist auch die eigentliche Nachricht des 17. Spieltags und der Bundesliga-Hinrunde 2013/14.

Die Stärke der Münchner ist längst bekannt.

Dass der Rekordmeister den anderen meilenweit voraus ist, weiß inzwischen jeder. Ein Blick auf die Tabelle genügt.

Eine Partie weniger und dennoch sieben Punkte Vorsprung. Keine einzige Niederlage auf dem Konto, Leverkusen und Dortmund haben deren vier bzw. fünf einstecken müssen.

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Vor allem der vom Verletzungspech gebeutelte BVB ist froh, dass die Winterpause endlich gekommen ist. Denn der Abwärtstrend der letzten Wochen war besorgniserregend.

Bei einem Gladbacher Sieg am Sonntag fallen die Dortmunder auf Rang vier zurück, dann ist sogar das vom Klub ausgegebene Ziel direkte Champions-League-Qualifikation in Gefahr.

Zu Beginn der Rückrunde müssen die Dortmunder dann beweisen, dass die Niederlagen der letzten Zeit vor allem in der Personalmisere begründet liegen.

Der Druck auf den BVB steigt jedenfalls. Klopp erlebt seine schwerste Zeit in fünfeinhalb Jahren.

Nach einem rasanten Aufstieg Richtung Europas Spitze schaffte es der Deutsche Meister von 2011 und 2012 in dieser Vorrunde nicht, sein Top-Niveau abzurufen.

Gegen alle Rivalen des oberen Tabellendrittels verloren die Dortmunder in den ersten 17 Partien..

Ein Trend, der nicht nur mit Pech begründet sein kann.

Für die deutschen Fußball-Fans bleibt zu hoffen, dass Bayer und der BVB im neuen Jahr die Trendwende zum Positiven einleiten.

Nicht für die Spannung in der Bundesliga, der Titelkampf ist fast schon entschieden.

Nach dem Gewinn der Klub-WM am Samstagabend können die Bayern schon jetzt die Meisterfeier 2014 planen.

Aber im Champions-League-Achtelfinale steht das deutsche Quartett vor großen Aufgaben. Der blutleere Auftritt der Schalker beim sieglosen 1. FC Nürnberg macht da wenig Hoffnung auf einen Erfolg gegen Real Madrid.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft auf Schalke mal wieder eine große Lücke - ähnlich groß wie der Abstand des FC Bayern zum Rest der Liga.

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