Jakub Blaszczykowski (r.) und der BVB kassierten die dritte Heimpleite in Folge © getty

Trotz früher Führung kassiert Dortmund gegen Berlin die dritte Heimpleite in Folge. Zwei Verteidiger leisten sich böse Schnitzer.

Dortmund - Nach einer ernüchternden Negativserie von drei Heimspiel-Niederlagen in Folge droht Borussia Dortmund zum Jahresabschluss auf Bundesliga-Platz vier abzurutschen.

Der deutsche Vizemeister verlor im eigenen Stadion nach einer erschreckend schwachen Vorstellung auch das Duell gegen Aufsteiger Hertha BSC mit 1:2 (1:2).

Borussia Mönchengladbach könnte mit einem Punktgewinn am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg von der Krise des BVB, dem nur ein Sieg in den vergangenen sechs Spielen gelungen war, profitieren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Reus' frühe Führung wirkungslos

Nationalspieler Marco Reus (7.) hatte den Achtelfinalisten der Champions League vor 80.645 Zuschauern in der ausverkauften Arena zunächst mit seinem achten Saisontor in Führung geschossen, bevor Adrian Ramos (23.) mit seinem elften Treffer in dieser Spielzeit zum Ausgleich traf.

Sami Allagui besiegelte dann sogar den vierten Auswärtssieg der taktisch diszipliniert aufspielenden Berliner (45.).

"Etwas, was sehr gut angefangen hat, ist sehr bescheiden geendet. Und genau so fühlt es sich jetzt an", sagte der restlos bediente Dortmunder Trainer Jürgen Klopp nach dem Schlusspfiff.

Mit Blick auf die nun anstehende Winterpause fügte er hinzu: "Wir können die Pause sehr gut gebrauchen. Aber wir haben uns auch eingebrockt, dass wir über einiges nachdenken müssen."

Kalte Dusche für Gersbeck

Schon in den ersten Minuten wurde offensichtlich, dass der BVB auf Wiedergutmachung für die beiden Heimniederlagen gegen München (0:3) und Leverkusen (0:1) drängte.

Reus, der einen Pass von Kapitän Sebsatian Kehl und einen Fehler von Hertha-Torhüter Marius Gersbeck nutzte, schien zunächst das Konzept der Gäste schon frühzeitig über den Haufen zu werfen.

Nachdem Hertha-Torhüter Gersbeck (12.) den zweiten Gegentreffer bei einem Schlenzer von Robert Lewandowski verhindert hatte, scheiterte Ramos auf der Gegenseite freistehend an BVB-Keeper Roman Weidenfeller ( 823717 DIASHOW: Die Bilder des 17. Spieltags ).

Kevin Großkreutz hatte mit einem eklatanten Fehlpass die Vorarbeit für den Berliner geleistet.

Youngster Sarr patzt böse

Wenig später nutzte Ramos aber einen Fehler des Dortmunders Erik Durm nach Vorlage von Allagui zum 1:1.

Beim Führungstreffer von Allagui leistete sich der erst 18-jährige Marian Sarr einen bösen Aussetzer.

Keine Durchschlagskraft in der Offensive

In der Innenverteidigung spielte beim BVB nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder Sokratis.

Erneut in der Vierer-Abwehrkette hatte Trainer Klopp Sarr aufgeboten, der sein zweites Bundesliga-Spiel bestritt, in der Halbzeit aber ausgewechselt wurde.

Auch nach dem Wechsel bemühte sich die Borussia redlich, doch blieben flüssige Kombinationen Mangelware.

Zahlreiche Fehlpässe schon im Mittelfeld spielten der Hertha in die Karten.

Der BVB agierte ohne die nötige Durchschlagskraft in der Offensive, sorgte allenfalls bei Standardsituationen für Gefahr und drohte sogar bei einigen Kontern der Gäste sogar noch einen weiteren Gegentreffer zu kassieren.

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