Eintracht Frankfurt bleibt in der kompletten Bundesliga-Hinrunde ohne eigenen Heimsieg © getty

Frankfurt kann auch gegen Augsburg zu Hause nicht gewinnen. In einer schwachen Partie trennen sich beide Teams mit einem Remis.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat sich mit Ach und Krach in die Winterpause gerettet - bleibt aber erstmals in der Vereinsgeschichte ohne Heimsieg vor dem Jahreswechsel.

Zum Auftakt des letzten Hinrunden-Spieltages der Bundesliga kam das Team von Trainer Armin Veh auch gegen das Überraschungsteam des FC Augsburg nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der Befreiungsschlag am vergangenen Wochenende bei Bayer Leverkusen (1:0) blieb damit lediglich ein Strohfeuer. ( 823717 Bilder des Spiels )

Weinzierl zufrieden

Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner kritisierte im "Sky"-Interview den zu verhaltenen Auftritt seiner Mannschaft: "Die Verängstigung war da bei der Mannschaft, das hat man gespürt."

FCA-Coach Markus Weinzierl äußerte: "Wir wollten unbedingt punkten, aber angesichts des Spielverlaufs können wir mit dem Punkt zufrieden sein."

Für Augsburgs Halil Altintop verdiente die Partie das Prädikat "Abstiegskampf": "Man hat gesehen, dass beide Mannschaften nicht verlieren wollten."

Bobadilla und Rosenthal treffen

Der Argentinier Raul Bobadilla hatte Augsburg zunächst mit einem kuriosen Treffer (33.) in Führung gebracht, die Eintracht antwortete vor der Pause mit wütenden Angriffen und wurde durch Jan Rosenthal (42.) zumindest ein wenig belohnt.

Der FCA feierte nach dem fünften Spiel in Folge ohne Niederlage die beste Hinrunde der Vereinshistorie.

Abschied von Nikolov

Vor gut 46.400 Zuschauern, die vor dem Anpfiff Eintracht-Legende Oka Nikolov mit einer beeindruckenden Choreografie ("Danke Oka") verabschiedet hatten, begannen die Hausherren nach zuletzt zwei Pflichtspielsiegen mit sichtlich mehr Selbstvertrauen, doch auch die Gäste deuteten ihre in den vergangenen Wochen starke Form an.

Torchancen blieben in der Anfangsphase dennoch Mangelware: Beide Mannschaften scheiterten zu oft beim letzten Pass und strahlten zunächst höchstens über Standardsituationen ein wenig Gefahr aus.

Rode startet für Russ

Der gebürtige Augsburger und frühere FCA-Profi und -Trainer Veh musste in seinem 250. Bundesliga-Spiel auf der Bank weiterhin auf Mittelfeldspieler Stefan Aigner verzichten.

Kurzfristig fehlte zudem Leverkusen-Siegtorschütze Marco Russ (Muskelfaserriss), für ihn begann Sebastian Rode im defensiven Mittelfeld.

Aber auch der Youngster konnte dem Spiel zunächst keine entscheidenden Akzente geben.

Keine Änderungen beim FCA

Bereits nach 15 Minuten verflachte die Partie nach dem vielversprechenden Beginn. Die Eintracht machte zu wenig aus der Passivität der Gäste, die ausschließlich auf Konter lauerten.

FCA-Coach Markus Weinzierl hatte exakt die gleiche Elf aufgeboten, die am vergangenen Wochenende einen 4:1-Sieg gegen Eintracht Braunschweig gefeiert hatte.

Schwegler legt für Bobadilla auf

Augsburgs Keeper Marwin Hitz musste erstmals in der 18. Minute bei der allerdings ungefährlichen Hereingabe von Stephan Schröck eingreifen. Auf der Gegenseite störte Constant Djakpa entscheidend gegen Bobadilla (22.).

Elf Minuten später stand der Argentinier besser, als Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler den Ball unfreiwillig verlängerte und Bobadilla gegen den irritierten Kevin Trapp zur Führung traf.

Meier gibt Comeback

Anschließend drängte Frankfurt vehement auf den Ausgleich. Nachdem Hitz die große Chance von Joselu (38.) mit einem starken Reflex noch entschärft hatte, war er nur vier Minuten später beim Abstauber von Rosenthal chancenlos.

Nach dem Wiederanpfiff setzten beide Teams ihr engagiertes Spiel der letzten Minuten vor der Pause ungehindert fort.

Die Eintracht drängte auf das zweite Tor, die Gäste hielten aber zunächst gut dagegen.

Nach 62 Minuten keimte im Frankfurter Fanblock kurz neue Hoffnung auf, als Torjäger Alexander Meier nach langer Verletzungspause sein Comeback gab.

Milik vergibt den Sieg

Doch in der 85. Minute hatte der eingewechselte Arkadiusz Milik das 2:1 für Augsburg auf dem Fuß, scheiterte aber erst am glänzend parierenden Eintracht-Keeper Kevin Trapp, dann klärte Carlos Zambrano den Nachschuss kurz vor der Linie.

In der Schlussminute spielte schließlich Augsburgs Jan-Ingwer Callsen-Bracker den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand ? die Pfeife von Schiedsrichter Michael Weiner blieb jedoch stumm.

Beste Spieler im Eintracht-Trikot waren Rode und Bamba Anderson, beim FCA überzeugten Tobias Werner und der Ex-Frankfurter Halil Altintop.

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