Jens Keller ist seit Dezember 2012 Cheftrainer beim FC Schalke 04 © getty

Schalkes Trainer gibt sich trotzig. Er gehe erhobenen Hauptes in die Pause, sagt Keller. Alles weitere liege nicht in seiner Hand.

München - Die ständigen Diskussionen. Die Gerüchte. Jens Keller hat sie offenbar endgültig satt.

"Fünfmal war ich in der öffentlichen Wahrnehmung fast schon weg - es waren zum Beispiel Roberto Di Matteo, Armin Veh und Stefan Effenberg alle schon angeblich sicher hier, doch ich habe mich durchgesetzt", sagte der quasi seit seinem Dienstantritt umstrittene Trainer des FC Schalke 04 nun der "Sport Bild".

"Was im Winter passiert, liegt nicht in meiner Hand", fügte Keller hinzu und bezog sich so auf die jüngsten Spekulationen, der ehemalige Bremer Thomas Schaaf könnte ihn in der Winterpause ablösen.

"Gehe erhobenen Hauptes in den Urlaub"

Er selbst habe sich nichts vorzuwerfen, erklärte der 43-Jährige.

"Ich habe viele Zielvorgaben erreicht und denke, dass ich meine Chance auf Schalke wahrgenommen habe", so Keller: "Ich gehe erhobenen Hauptes in den Winterurlaub."

In dieser Zeit dürfte sich aber Kellers nähere Zukunft entscheiden.

Bleibt er Trainer bei Königsblau? Und wenn ja, wie lange noch?

Kommt Schaaf schon im Winter? Oder doch erst im Sommer?

Zuletzt schien alles möglich (BERICHT: Mit lahmer Ente in die Rückrunde?).

Ein Schicksalsspiel nach dem anderen

Während seiner mittlerweile gut einjährigen Amtszeit hangelte sich Keller von einem "Endspiel" zum nächsten.

Schon nach seinem ersten Auftritt, dem 1:2 im DFB-Pokal-Achtelfinale der Vorsaison gegen Mainz, bekam er heftigen Gegenwind zu spüren.

Am Saisonende retteten sich Schalke und Keller so gerade noch in die Champions-League-Qualifikation, dort wären sie aber um ein Haar an PAOK Saloniki gescheitert.

Währenddessen wurde der Coach immer wieder in Frage gestellt, Keller selbst immer dünnhäutiger.

"Wenn Effe kommt, kann er sich ja direkt neben Veh setzen, der auch schon sicher Trainer auf Schalke ist", polterte er einmal.

Entscheidung nach dem 17. Spieltag

Eine Entscheidung über ihren Trainer wollen die Schalker nach dem letzten Hinrunden-Spiel am kommenden Samstag (18.30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg bekannt geben.

Im DFB-Pokal sind die Königsblauen zwar gescheitert, und auch in der Bundesliga-Tabelle liegen sie aktuell fünf Punkte hinter dem Champions-League-Qualifikationsplatz zurück.

In der Königsklasse löste Schalke durch ein 2:0 gegen den FC Basel am letzten Vorrunden-Spieltag aber doch noch das Ticket fürs Achtelfinale.

Dort trifft der siebenmalige Deutsche Meister am 26. Februar und 18. März auf Spaniens Rekordchampion Real Madrid.

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