Lange Gesichter in Leverkusen. Die Bilder des 16. Spieltags © getty

Nach Leverkusens Pleite gegen Frankfurt lachen sich die Bayern ins Fäustchen. Veh sieht die SGE weiter mitten im Abstiegskampf.

Leverkusen - Die Weihnachtsstimmung ließen sich die Profis von Bayer Leverkusen auch durch den unerwarteten Rückschlag nicht verderben.

Zunächst bedankten sie sich mit einem meterlangen Banner ("Danke für alles! Frohe Weihnachten!") bei ihren Fans und erhielten freundlichen Applaus zurück.

Dann trafen sich die Leverkusener Stars zur Weihnachtsfeier, bei der sie auf ein insgesamt überraschend gutes Jahr zurückblickten.

Zur guten Stimmung hatte die 0:1 (0:0)-Niederlage gegen das zuvor seit zehn Spielen sieglose Eintracht Frankfurt (Bericht) aber tatsächlich nur bei Tabellenführer FC Bayern beigetragen, der anlässlich der Klub-WM in Marokko weilt.

Rummenigge schmunzelt

"Wir haben das schmunzelnd zur Kenntnis genommen", sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, als er auf die Leverkusener Niederlage angesprochen wurde.

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Denn: Fünf Tage nach dem Achtelfinal-Einzug in der Champions League musste die Werkself den Rekordmeister vorerst ziehen lassen.

Bereits sieben Punkte beträgt der Rückstand auf die Bayern, die bereits am Samstag als Herbstmeister feststanden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Kein Polster auf den BVB

Zudem vergab Bayer die Aufstellung eines Hinrunden-Punkterekords und die große Chance, sich weiter vom Tabellendritten Borussia Dortmund abzusetzen.

Der BVB, der am Samstag in Hoffenheim nur zu einem 2:2 gekommen war, liegt fünf Punkte zurück. ( 820738 DIASHOW: Die Bilder des 16. Spieltags )

Frankfurt bleibt nach dem ersten Sieg seit dem 14. September zwar Tabellen-15., wird nun aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern.

Lenos Glanztat ohne Belang

Das goldene Tor erzielte Marco Russ in der 61. Minute.

Dass Bayer-Keeper Bernd Leno in der sechsten Minute der Nachspielzeit bei einem Foulelfmeter von Joselu den Ball mit einer starken Reaktion an die Latte lenkte, hatte letztlich nur Einfluss auf die Höhe des Eintracht-Sieges.

"Das war eine eindrucksvolle Leistung und wir sind dafür belohnt worden", sagte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen stolz.

Rolfes angefressen

Bayer-Sportchef Rudi Völler analysierte den Rückschlag sachlich: "In der ersten Hälfte haben ein paar Prozent gefehlt. Nach der Pause hatten wir Möglichkeiten zum 1:1, aber wir waren heute nicht effektiv genug."

Leverkusens Kapitän Simon Rolfes war dagegen sichtlich angefressen.

"Jede Niederlage ist ärgerlich. Heute ist es ziemlich ärgerlich, weil es nicht nötig gewesen wäre, wenn wir unsere Sachen gemacht hätten. Haben wir aber nicht", kritisierte der 31-Jährige nach dem Spiel bei "Sky".

Leverkusen kommt nicht ins Spiel

Von Beginn an tat sich seine Mannschaft schwer und hatte schon in der 12. Minute Glück, dass Frankfurts Jan Rosenthal mit einem Kopfballaufsetzer nur den Pfosten traf.

Es dauerte bis zur 38. Minute, ehe Bayer den ersten Torschuss verbuchen konnte.

Und das, obwohl Bayer in dieser Saison vor heimischem Publikum zuvor nur beim 1:1 gegen die Bayern Punkte abgeben musste.

Veh voll des Lobes - und Warner

Frankfurt dagegen präsentierte sich trotz der jüngsten Negativserie in der Bundesliga von Beginn an mutig.

"Wir waren in der ersten Halbzeit richtig gut gestanden. Wir haben immer versucht, Nadelstiche zu setzen. Das ist uns mit dem 1:0 gelungen", sagte Eintracht-Coach Armin Veh nach dem Spiel hochzufrieden.

Gleichzeitig sieht er seine Mannschaft aber weiterhin mitten im Abstiegskampf: "Wir sind total happy, dass wir weitergekommen sind in der Europa League, sind im Pokal weiter, aber es wird nicht leichter."

Für die Rückrunde sieht Veh daher nur ein Ziel: "Wenn wir das schaffen, dass wir drei Mannschaften hinter uns lassen, dann haben wir was gelernt diese Saison."

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