Der frustrierte Klopp bestätigt Völlers hartes Urteil, die Nürnberger empören sich über den Aussetzer von Schiedsrichter Kinhöfer.

Jürgen Klopp hat schon bessere Laune gehabt als in den letzten Wochen, zumindest im Bundesliga-Alltag.

Das bekam nach dem 2:2 am Samstag in Hoffenheim wieder mal ein Journalist ab, der es gewagt hatte, eine für den Dortmunder Trainer nicht genehme Frage zu stellen.

Die Nachfrage zum Zusammenprall von Marco Reus mit dem Linienrichter nahm Klopp zum Anlass für die Feststellung, der Journalist führe "ein Drecksleben".

[image id="1d58983f-63c0-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Das große Verletzungspech und die wohl auch damit zusammenhängende Negativserie von nur einem Sieg in den letzten fünf Ligaspielen scheint sichtbar an Klopps Nerven zu zehren, der abgehängte Bayern-Herausforderer schleppt sich mit letzter Kraft in die Winterpause.

Schon vor einer Woche nach dem 0:1 gegen Leverkusen hatte Bayer-Sportchef Rudi Völler Klopp als schlechten Verlierer bezeichnet.

Dortmunds Coach hatte zuvor auf die drei Punkte der Leverkusener durch das Phantom-Tor in Hoffenheim hingewiesen.

Ein irreguläres Tor fiel auch an diesem Spieltag, und zwar in Hannover. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer schenkte den Gastgebern einen glasklaren Abseitstreffer zum 2:3 und ermöglichte damit auch das 3:3 in der Nachspielzeit.

So berechtigt die Empörung der Nürnberger und die Forderungen nach einer Denkpause für Kinhöfer waren, so selbstverschuldet war der unnötig verspielte Sieg.

Selbst einen 3:0-Vorsprung brachte der Club nicht ins Ziel und hat auch nach 16 Spieltagen als einzige Mannschaft noch keinen Dreier auf dem Konto.

Die traurigen Franken, bei denen der Trainerwechsel zu Gertjan Verbeek nichts gebracht hat, hätten in anderen Jahren wohl schon als fast sicherer Absteiger festgestanden.

Doch da die Konkurrenz im Tabellenkeller ebenfalls schwächelt, ist Aufsteiger Braunschweig (1:4 in Augsburg) in der Tabelle sogar noch schlechter als der FCN - und könnte trotzdem mit nur einem Sieg zumindest auf den Relegationsplatz klettern.

Die Nerven dürften also noch ziemlich lange blank liegen.

Weiterlesen