Ronny (M.) und die Hertha feierten ihren fünften Heimsieg in dieser Saison © imago

Dank ihrer Südamerikaner gewinnen die Berliner gegen Bremen. Das Team von Trainer Dutt ist nun seit fünf Spielen sieglos.

Berlin - Aufsteiger Hertha BSC hat Werder Bremen in der Bundesliga noch tiefer in die Krise gestürzt.

Die Berliner bezwangen die Hanseaten zum Auftakt des 16. Spieltags mit 3:2 (2:2) und rückten in der Tabelle zumindest bis Sonntag auf Rang sechs vor (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Adrian Ramos (17./Foulelfmeter, 26.) und Ronny (48.) trafen in der munteren Partie für die Hertha, Nils Petersen (15.) und Aaron Hunt (32.) waren für die Gäste erfolgreich.

In Bremen werden die Sorgen immer größer. Sechs Tage nach der historischen 0:7-Pleite gegen Tabellenführer Bayern München blieb die Elf von Trainer Robin Dutt im fünften Spiel in Folge ohne Sieg.

Die Abwehr zeigte erneut erschreckende Schwächen. Mit nun 37 Gegentreffern stellen die Nordlichter die schlechteste Defensive der Liga.

Petersen bringt Werder in Front

"Jeder Ball, der in der Nähe unserer Box ist, wird gefährlich. Du kannst auswärts nicht immer drei Tore schießen, um etwas mitzunehmen. Wir sind in einer schlimmen Phase", sagte Werder-Trainer Dutt.

Auch sein Berliner Pendant Jos Luhukay war nicht restlos zufrieden: "Es war nicht immer gut. Es war ein offenes Spiel. Zum Glück haben wir die Führung halten können."

Unter dichten Nebelschwaden war den Bremern nach der Schmach gegen München zunächst der Wille zur Wiedergutmachung anzumerken.

Die Gäste griffen frühzeitig an und gingen in den Zweikämpfen beherzt zur Sache.

Die Folge war der Führungstreffer in der 15. Minute. Petersen zog von der Strafraumgrenze ab und überwand Keeper Thomas Kraft ( 820738 DIASHOW: Die Bilder des 16. Spieltags ).

Doppelschlag durch Ramos

Doch die Hertha reagierte vor 48.721 Zuschauern prompt.

Quasi im direkten Gegenzug zog Per Skjelbred in den Strafraum, Theodor Gebre Selassie brachte den Norweger ungeschickt zu Fall.

Den fälligen Strafstoß überahm Ramos und verwandelte sicher.

Kurz darauf ließ der 27-Jährige nach schöner Einzelleistung mit seinem zehnten Saisontor das 2:1 folgen.

Hunt sorgte jedoch in der 32. Minute für den Ausgleich.

Ronny trifft per Abstauber

Auch in der zweiten Halbzeit war die Hertha die spielstärkere Mannschaft.

Die Berliner wirkten leichtfüßiger und hatten in der Offensive mehr Ideen.

Hochstimmung herrschte, als Ronny das 3:2 erzielte. Nach einem Kopfball von Peter Pekarik klatschte Bremens Keeper Raphael Wolf nur ab, Ronny schob aus kurzer Distanz ein.

Luhukay hatte in seinem 50. Ligaspiel als Hertha-Trainer den Brasilianer zum zweiten Mal in Folge von Beginn an aufgeboten.

Hunt kurz vor Ende im Pech

Bremen bemühte sich um den neuerlichen Ausgleich, doch die Angriffe blieben schwerfällig und zu durchsichtig.

Berlin war einem weiteren Treffer näher. In der 71. Minute verpasste Marcel Ndjeng mit seinem Fernschuss nur knapp.

Glück hatten die Hauptstädter, als Kraft einen Freistoß von Hunt an den Pfosten lenkte (87.).

Bei den Hausherren waren Ramos und Skjelbred die besten Spieler, bei Bremen fiel nur Hunt positiv auf.

Hertha-Manager jubelt bei Twitter

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