Hertha BSC siegt in Braunschweig. SPORT1 zeigt die Bilder des 15. Spieltags © getty

Hertha BSC behält im Aufsteigerduell in Braunschweig die Oberhand. Nur Bengalos im Gäste-Block trüben die Stimmung bei den Berlinern.

Braunschweig - Ein bärenstarker Ronny hat bei seinem Startelf-Comeback das Duell der Bundesliga-Aufsteiger zwischen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC zugunsten der Berliner entschieden.

Der Brasilianer leistete beim verdienten 2:0 (1:0) der Hauptstädter bei den Niedersachen zu beiden Treffern die Vorarbeit. Das Team von Jos Luhukay verbesserte sich dadurch vom neunten auf den siebten Tabellenplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Adrian Ramos traf in der 20. Minute per Kopf nach Ronny-Ecke, Tolga Cigerci schloss zudem einen mustergültigen Konter der Gäste mit seinem ersten Bundesliga-Tor ab (80.).

Braunschweig weiter Letzter

Die Niedersachsen hingegen sind weiter im Besitz der Roten Laterne und verpassten die Chance, den Drei-Punkte-Rückstand auf den rettenden 15. Tabellenplatz zu verkürzen.

Zudem warten sie nun schon bereits seit 370 Minuten auf einen eigenen Torerfolg. Beim zweiten Gegentor sah auch noch Timo Perthel nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (81.).

"Ich kann der Mannschaft wieder mal keinen Vorwurf machen, in dem, was sie investiert und wie sie die Spiele angeht. Letztlich fehlen uns vorne die Kaltschnäuzigkeit und das Spielglück", sagte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Spiel bei "Sky".

Dabei hatten die Platzherren vor 23.100 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion eindeutig den besseren Start hingelegt. Bei drei guten Einschussmöglichkeiten zwischen der 8. und 14. Minute benötigte die Hertha eine gute Portion Glück, um nicht in Rückstand zu geraten ( 817460 Bilder des Spiels ).

Schulz trifft die Latte

Nach einer guten Viertelstunde aber änderte sich das Bild. Die Berliner agierten nun zielstrebiger und standen schon in der 17. Minute dicht vor ihrem ersten Torerfolg, doch Nico Schulz traf nur die Latte.

180 Sekunden später machte es Ramos besser, es war das erste Erfolgserlebnis für Hertha BSC nach 207 torlosen Minuten.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Berliner ihre technische Überlegenheit mehr und mehr aus, drei Minuten nach Wiederbeginn verpasste Ramos aus kurzer Distanz die Vorentscheidung.

Bengalos im Hertha-Block

Die Gastgeber warfen ihre Kampfkraft in die Waagschale, ihnen fehlten aber die Mittel, klare Einschussmöglichkeiten herauszuspielen.

In der 67. Minute kam bei den Braunschweigern Torjäger Domi Kumbela als zusätzliche Angriffsspitze auf den Platz. Doch auch diese Maßnahme zeigte keinen entscheidenden Erfolg.

Unangenehm fielen nicht zum ersten Mal in dieser Saison die 2.500 mitgereisten Berliner Fans auf. Pünktlich zum Spielbeginn zündeten sie ein halbes Dutzend Bengalos.

Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer aus Herne musste die Partie dadurch schon in der 1. Spielminute kurzzeitig unterbrechen.

"Ich finde das abartig. Uns ärgert das enorm. Das hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen. Es gibt leider Gottes immer noch in den Stadien diese Vollidioten, das kann man nicht anders sagen", ärgerte sich Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz nach dem Spiel.

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