Schalke verliert weiter. Thomas Strunz sieht die Verantwortung vor allem bei Trainer Keller und nimmt Sportvorstand Heldt in Schutz.

Hallo Fußball-Freunde,

Die Luft wird nach dem 1:2 in Gladbach immer dünner für Jens Keller.

Manager Horst Heldt hat eigentlich gut eingekauft vor der Saison, aber das Team funktioniert einfach nicht. Deswegen hinterfragt Heldt die aktuelle Lage. Das ist ganz normal.

Es gibt keine Hierarchie in der Mannschaft und das ist das große Problem. Und das muss man ganz klar Jens Keller ankreiden.

Für das tägliche Arbeiten ist doch das Trainerteam verantwortlich.

Dort werden Entscheidungen gefällt und die finde ich ab und an schon komisch: Boateng beispielweise als Mittelstürmer spielen zu lassen.

Wenn dann ein Klaas-Jan Huntelaar ausfällt, kann das Schalke eben nicht auffangen. Und so schon gar nicht.

Da sehe ich keine taktische Weiterentwicklung. Auch die Stimmungslage in der Mannschaft ist nicht gut.

Keiner will Verantwortung übernehmen. Und daraus ergibt sich auch die mangelnde Konstanz.

Taktisch überragend war dagegen, was Leverkusen in Dortmund gemacht hat. Sie haben die Mitte komplett zugemacht.

Das war gut analysiert, weil Dortmund immer gefährlich durch die Mitte kommt.

Die Leverkusener spielen eine fantastische Vorrunde, die nur ein bisschen getrübt wurde durch die Klatsche gegen Manchester United.

Das ist eine gewachsene Mannschaft. Sie haben eine Achse mit erfahrenen Spielern wie Emir Spahic und Simon Rolfes. Dazu kommen viele junge, talentierte Spieler.

Noch ein Wort zum Bremer Debakel: Werder hatte schon immer Probleme in der Defensive.

Die Bayern sind aber auch die beste Mannschaft, die ich jemals gesehen habe.

Die spielen auch beim 5:0 weiter, mit einer Selbstverständlichkeit. Nach dem 0:3 haben die Bremer schon auf die Uhr geschaut und haben gehofft, dass es bald vorbei ist. Und da bist du gegen die Bayern natürlich chancenlos.

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz wechselt sich in dieser Saison als Experte im Volkswagen Doppelpass und bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Thomas Helmer und Mario Basler ab.

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