Daniel van Buyten (l.) stellt mit seinem Tor zum 2:0 die Weichen für den zwölften Saisonsieg der Bayern © getty

Bayern demütigt total überforderte Bremern im eigenen Stadion. Rückkehrer Ribery ragt aus einer starken Elf heraus.

Bremen - Der einstige Erzrivale war nur noch ein überforderter Sparringspartner: Dank eines nie gefährdeten 7:0 (3:0)-Sieges bei Werder Bremen ist Bundesliga-Tabellenführer Bayern München auch im 40. Bundesligaspiel in Folge ungeschlagen geblieben und steht zwei Spieltage vor dem Hinrundenende schon dicht vor der Herbstmeisterschaft.

Durch den Leverkusener Sieg in Dortmund mussten die Münchner das Feiern des Halbzeit-Titels aber zumindest noch um eine Woche aufschieben.

Für das Team von Coach Pep Guardiola war der Erfolg in Bremen der siebte Punktspielerfolg nacheinander. ( 817460 Bilder des Spiels )

Dabei mussten die Gäste den Führungstreffer nicht einmal selbst erzielen. Werder-Innenverteidiger Assani Lukimya verlängerte in der 21. Minute eine Hereingabe von Franck Ribery ins eigene Tor.

Van Buyten stellt die Weichen

Sechs Minuten später war der Belgier Daniel van Buyten mit einem wuchtigen Kopfball für den Triple-Gewinner erfolgreich. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ribery selbst traf in der 38. Minute aus kurzer Distanz. Für den vierten Treffer sorgte Torjäger Mario Mandzukic nach exakt einer Stunde mit seinem neunten Saisontor, ehe Thomas Müller (69.), erneut Ribery (83.) und Mario Götze (90.) den Endstand herstellten.

"Wenn unsere Mannschaft erst einmal in Führung geht, legt sie erst richtig los", sagte ein glücklicher Bayern-Präsident Uli Hoeneß bei "Sky".

Plädoyer für Ribery als Weltfußballer

In der positiven Stimmung nach dem Erfolg der Münchner an der Weser legte sich Hoeneß dann auch gleich auf Ribery als Weltfußballer fest. "Es gibt keinen anderen Spieler, der es mehr verdient hätte als Franck."

Doch sicher ist sich der 61-Jährige nicht. "Im Moment laufen wieder irgendwelche Spielchen, aber alles andere als eine Entscheidung für Ribery wäre eine Riesen-Sauerei", sagte Hoeneß im Bezug auf die Verlängerung der Frist bis zur Wahl des Weltfußballers 2013.

Eilts adelt FCB

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion übernahmen die Gäste von der ersten Ballberührung an das Kommando und setzten sich in der Spielhälfte der Norddeutschen fest. Nur eine knappe Viertelstunde lang gelang es den Platzherren, gefährliche Situationen im eigenen Strafraum zu vermeiden.

Offensivaktionen der Norddeutschen hingegen hatten Seltenheitswert. Lediglich in der 35. Minute geriet das Tor der Münchner in Gefahr, als van Buyten im Getümmel auf der Linie mit einem Befreiungsschlag klären musste.

"Die Bayern spielen derzeit einen fantastischen Fußball, das muss man einfach anerkennen", sagte Bremens Ex-Europameister Dieter Eilts in der Halbzeitpause.

Wolf hält zwei Mal gegen Mandzukic

Nach dem Seitenwechsel hielt die Dominanz des Rekordmeisters an. In seinem ersten Heimspiel für die Grün-Weißen geriet nun Torhüter Raphael Wolf in den Blickpunkt, als er in der 54. und 55. Minute zweimal bravourös gegen Mandzukic klärte.

Die Austragung des früheren Nord-Süd-Gipfels hatte bis 36 Stunden vor dem Anpfiff auf der Kippe gestanden.

Das Orkantief "Xaver" bedrohte mit einer Sturmflut die Arena der Grün-Weißen, doch die Weserdeiche hielten den Wassermassen stand.

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