Die Gladbacher sind derzeit vor ihren eigenen Fans unschlagbar © getty

Nach dem siebten Heimsieg in Serie blickt Gladbachs Herrmann schon selbstbewusst voraus. Freiburgs Coach Streich ist sauer.

Mönchengladbach - Seine Augen funkelten, aus seiner Stimme sprach der pure Stolz.

"Das ist gerade für mich als junger Spieler schön, so etwas erlebt zu haben", sagte Gladbachs Mittelfeldspieler Patrick Herrmann nach dem 1:0-Erfolg über den SC Freiburg (Bericht) bei "Sky".

Mit diesem Sieg haben die Fohlen geschafft, was selbst ihre berühmten Vorgänger aus den 1970er Jahren um Günter Netzer und Jupp Heynckes nicht fertig gebracht hatten.

Das knappe und sehr mühsame 1:0 gegen die Breisgauer war der siebte Sieg im siebten Heimspiel der Saison: Rekord! Außerdem gewann die Borussia erstmals seit 18 Jahren fünf Bundesliga-Partien in Folge und festigte damit Platz vier (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Traumkombination zur Führung

Herrmann war daran maßgeblich beteiligt. Mit einem Traumpass auf Oscar Wendt leitete das Gladbacher Eigengewächs das Tor des Tages von Raffael ein (62.). Der Brasilianer brauchte die Kugel nach dem Querpass des Schweden nur noch einzuschieben ( 814593 Bilder des Spiels ).

Mit Blick auf die kommenden beiden Heimspiele gegen die Konkurrenten im Kampf um einen Europapokal-Platz, Schalke 04 und VfL Wolfsburg, verkündete Herrmann selbstbewusst: "Wir haben das Zeug, hier jeden zu schlagen."

Sein Trainer war nach dem Spiel eher erleichtert als angriffslustig. "Das war ein schweres Stück Arbeit gegen eine gute Mannschaft. Es ist schwer, gegen Freiburg Tore zu schießen. Mit dem 1:0 können wir zufrieden sein", sagte Lucien Favre.

Stürmer Max Kruse erwischte gegen seine ehemaligen Vereinskollegen nicht seinen besten Tag, war aber dennoch zufrieden.

Kruse muss viele Trikots tauschen

"Es ist egal, wer die Tore schießt. Im Endeffekt ist es wichtig, dass wir die Punkte einfahren. In der nächsten Woche wollen wir daran anknüpfen", sagte der Ex-Freiburger, der im Anschluss an die 90 Minuten noch einiges zu tun hatte: "Nach dem Spiel tauscht man mal mit dem einen oder anderen Trikot, heute waren es ungefähr vier oder fünf."

Die Breisgauer boten zwar eine ordentliche Leistung, nach der siebten Niederlage im 14. Spiel bleiben sie aber weiter auf dem Relegationsrang.

Gäste-Coach Christian Streich war haderte nach der Partie nicht nur mit einigen Unzulänglichkeiten seiner Spieler, sondern auch mit einer Schiedsrichter-Entscheidung.

Streich mit Spiel gegen Ball zufrieden

"Schade, dass die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt wurde, als Stranzl Kerk im Stafraum umgegrätscht hat", sagte er zu einer Szene in der zweiten Halbzeit, als der Gladbacher Verteidiger den Freiburger im eigenen Strafraum zu Fall gebracht, aber zuerst den Ball gespielt hatte.

"Wir haben es gegen den Ball außergewöhnlich gut gemacht. In der Umschaltbewegung haben wir oft zu direkt gespielt, wo zwei Ballkontakte angebracht gewesen wären", so Streich weiter.

Von Höhenflügen, wie sie die Gladbacher derzeit erleben, sind die Freiburger weit entfernt.

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