SPORT1-Experte Berthold glaubt, dass der BVB eine Schwäche des FC Arsenal ausnutzen kann. Für Bayern sieht er wenig Gefahr.

Hallo Fußball-Freunde,

Das Wochenende hat einmal mehr gezeigt, wie sehr die Spitzengruppe der Liga dem Rest der Konkurrenz enteilt - Pep Guardiolas Bayern allen voran.

Die Mainzer, eine Mannschaft, die den FCB in den vergangenen Jahren immer mal wieder ärgern konnte, ist inzwischen kein Gegner mehr, der ihn ernsthaft gefährden kann.

Es war einmal mehr beeindruckend, wie Bayern nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit losgerollt ist. Gerade nachdem dann Mario Götze dabei war.

In der Champions League sehe ich am Mittwoch auch kein Problem auf die Münchner zukommen. Viktoria Pilsen, die schwächste Mannschaft der Gruppe, ist keine Gefahr für Bayern.

Dortmund hat da logischerweise die kompliziertere Aufgabe: Arsenal zu schlagen ist schwieriger geworden als im vergangenen Jahr. Durch den Özil-Transfer und durch die tollen Stimmung, die wegen der starken Saison da gerade herrscht.

Trotzdem: Dortmund ist Favorit in dem Spiel. Arsenal hat viel Selbstvertrauen, aber in der Defensive nicht dieselbe Klasse wie in der Offensive. Der BVB kann das ausnutzen.

Schalke 04, das Braunschweig nur glücklich 3:2 geschlagen hat, wird es gegen ein Kaliber wie Chelsea schwer haben. Zum Glück für S04 hat man ja ansonsten eine machbare Gruppe erwischt.

Leverkusen hat es in der Hinsicht schwerer: Donezk, der kommende Gegner, ist ein ganz, ganz schwerer Brocken, speziell vor der Winterpause, wenn sie durch den Liga-Spielbetrieb noch im Saft stehen.

Ein Unentschieden zu Hause gegen Manchester, ein Auswärtssieg bei Real Sociedad: Eine Mannschaft, die das schafft, ist für mich Mitfavorit in der Gruppe.

Der Trubel um das Phantomtor bei Hoffenheim wird die Leverkusener gegen Donezk nicht mehr beeinflussen. Für die Spieler ist das alles abgehakt, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das auf dem Platz noch beschäftigen wird.

Auf einem anderen Blatt steht, was am grünen Tisch noch passiert.

Ich fände es traurig, wenn es kein Wiederholungsspiel gibt. Es hat nichts mehr mit Fairplay zu tun, wenn in so einem eindeutig ersichtlichen Fall alles so bleibt, wie es ist.

Der DFB sollte die Partie neu ansetzen.

Bis zum nächsten Mal,Euer Thomas Berthold

Thomas Berthold nahm als Spieler an drei Weltmeisterschaften teil und krönte seine Karriere mit dem WM-Titel 1990 in Italien. In der Bundesliga war er für Eintracht Frankfurt, den FC Bayern München und den VfB Stuttgart aktiv. Zudem lief er in der Serie A für Hellas Verona und AS Rom auf. Der ehemalige Manager von Fortuna Düsseldorf schreibt wöchentlich als Kolumnist für SPORT1.

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