MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Nicolas Höfler (r.) erzielt gegen Frankfurt sein zweites Saisontor © getty

Nicolas Höfler beschert den Breisgauern einen verdienten Punkt. Frankfurt reicht ein Slapstick-Geschenk nicht zum Erfolg.

Freiburg - Der krisengeschüttelte SC Freiburgsucht in der Bundesliga weiter nach dem Schlüssel zum Erfolg. Im Duell der Marathon-Mannschaften kam die Mannschaft von Trainer Christian Streich gegen Eintracht Frankfurt am achten Spieltag nur zu einem 1:1 (0:0) und wartet damit weiter auf den ersten Ligasieg seit dem 11. Mai.

Beide Europa-League-Starter hatten in den vergangenen 23 Tagen ein wahres Mammutprogramm abgespult und in drei Wettbewerben insgesamt sieben Partien absolviert.

Der erst in der 73. Minute eingewechselte Nicolas Höfler (85.) rettete Freiburg wie schon im Heimspiel gegen Bayern München einen Punkt. Freiburg gab mit vier Punkten die Rote Laterne wieder an Aufsteiger Eintracht Braunschweig ab und geht und als Tabellen-17. in die Länderspielpause geht.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Flum sieht die Ampelkarte

In Frankfurts 1500. Bundesliga-Spiel hatte zuvor Christian Günter (64.) die Gäste mit einem Eigentor in Führung gebracht. In der 90. Minute sah der ehemalige Freiburger Johannes Flum auf Frankfurter Seite noch die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels. (787001Bilder des Spiels)

Nach dem vierten Spiel ohne Niederlage stehen die Hessen mit neun Zählern nur unwesentlich besser als Freiburg da.

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und 23.300 weiteren Zuschauern legten die Gäste los wie die Feuerwehr: Nach exakt 90 Sekunden scheiterte dabei Vaclav Kadlec freistehend an SC-Torhüter Oliver Baumann, zwei Minuten später verzog Sebastian Rode aus ebenfalls aussichtsreicher Position.

Kadlec vergibt große Chancen

Streich, der die in der Europa League geschonten Mittelfeldstützen Julian Schuster und Jonathan Schmid wieder in die Startelf beordert hatte, sah fortan äußerst ballsichere Frankfurter, die noch immer ohne die Leistungsträger Pirmin Schwegler, Alex Meier und Jan Rosenthal auskommen mussten und durch Kadlec (10.) erneut in Führung hätten gehen müssen.

Baumann entschärfte den Schuss aus kurzer Distanz aber erneut glänzend. Nach dem spektakulären Beginn beruhigte sich die Partie, am Kräfteverhältnis änderte sich vorerst aber kaum etwas. Während Freiburg fast keine Kombination zustande brachte, gefielen die Hessen mit Pressing und sicheren Stafetten im Mittelfeld.

Djakpa zielt vorbei

Nach einer solchen schoss Linksverteidiger Constant Djakpa (18.) den Ball knapp am langen Eck vorbei.

Eine knappe halbe Stunde war absolviert, da forcierte auch Freiburg seinen Vorwärtsdrang - einzig die Präzision ließ in einer nun ausgeglicheneren Partie noch zu wünschen übrig.

Vielleicht auch angesichts der zahlreichen Spiele in den vergangenen Wochen verlor die Begegnung nach dem Seitenwechsel zunächst an Attraktivität. Dies änderten Freiburgs Sebastian Freis (58./61.) und Admir Mehmedi (61.) mit ihren gefährlichen Distanzschüssen.

Günter im Pech

Auf der anderen Seite fiel in Slapstick-Manier ausgerechnet in Freiburgs Drangphase das 0:1. Streich reagierte, brachte in Mike Hanke zusätzliche Offensivkraft. Bei seiner ersten Aktion (72.) war ihm aus kurzer Distanz und spitzem Winkel der Ausgleich aber nicht vergönnt.

Höfler machte es anschließend besser und köpfte zum verdienten Ausgleich ein.

Nach dem Platzverweis gegen Flum kommt es noch zu Tumelten auf dem Platz. Schiedsrichter Aytekin verteilt noch drei Gelbe Karten.

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