Dante wechselte 2012 von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern © getty

Der FCB-Abwehrchef Dante erklärt im SPORT1-Interview, was sich unter Pep Guardiola geändert hat und wo es noch Luft nach oben gibt.

Von Mathias Frohnapfel

München - Die Defensivbilanz des FC Bayern könnte noch makellos sein.

Den einzigen Gegentreffer in der laufenden Saison haben sich die Münchner ja selbst zugefügt. Per Eigentor.

Dante bugsierte beim 3:1 im Auftaktspiel gegen Borussia Mönchengladbach den Ball an Manuel Neuer vorbei.

Vor der Partie in Freiburg (ab 18 Uhr im LIVE-TICKER und auf SPORT1.fm) hat der Brasilianer den Lapsus allerdings längst weggeschoben - angesichts von neun Punkten aus drei Spielen und zuletzt zwei Zu-Null-Siegen.

Egal, ob gegen Gladbach, in Frankfurt oder gegen Nürnberg jedesmal dominierten die Münchner deutlich. Und doch erscheint die Abwehr etwas verwundbarer als in der Vorsaison. Das gilt vor allem bei flinken Kontern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Durch das neue 4-1-4-1-System ist der Triplesieger offensiver ausgerichtet. Das birgt Gefahren in sich.

Im SPORT1-Interview spricht FCB-Abwehrchef Dante über das Konzept von Pep Guardiola, aggressive Freiburger und die Lust auf den nächsten Titel.

SPORT1: Dante, der FC Bayern hatte bislang in allen Ligaspielen sehr viel Ballbesitz. Könnte man daher sagen: Die Defensive war noch gar nicht richtig gefordert?

Dante: Das kann man vielleicht von draußen so sehen, aber das stimmt nicht. Kein Spiel ist einfach.

SPORT1: Das ganze Team ist von Pep Guardiola aufgefordert, bei Ballbesitz weit aufzurücken. Macht das die Aufgabe für die Abwehrspieler besonders schwierig?

Dante: Manchmal ja, manchmal nicht. Wir müssen einfach sehr fokussiert bleiben. Nach einem Ballverlust müssen wir alle im richtigen Raum, in der richtigen Bewegung sein. Es ist ein neues System, wir freuen uns sehr darauf. Wichtig ist: Wir müssen weiterhin sehr selbstkritisch bleiben. Es ist ein weiter Weg und wir müssen hart arbeiten.

SPORT1: Nach dem Confed Cup war es für Sie nicht leicht, wieder Tritt zu fassen - auch körperlich. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer eigenen Rolle?

Dante: Ich fühle mich schon wieder besser und freue mich, der Mannschaft wieder besser helfen zu können. Entscheidend ist, dass wir unsere Aufgabe hinten gut machen und so wenige Tore wie möglich kassieren. Ich freue mich immer, wenn wir wie gegen Nürnberg und in Frankfurt zu Null spielen.

SPORT1: Der FC Bayern muss nun in Freiburg antreten. Hat man auch schon das Supercup-Finale am Freitag gegen Chelsea im Hinterkopf?

Dante: Nein, wir dürfen jetzt wirklich nur an Freiburg denken.

SPORT1: Freiburgs Trainer Christian Streich achtet sehr auf das System und auf die Disziplin auf dem Platz. Wie schätzen Sie die Freiburger ein?

Dante: Streich ist ein sehr guter Trainer, das hat er bereits gezeigt. Es wird in Freiburg wie immer für uns nicht leicht. Der Platz ist klein, sie spielen sehr gut und aggressiv Fußball. Wir müssen einfach wieder richtig konzentriert und aggressiv spielen, wenn wir dort gewinnen wollen.

SPORT1: Der europäische Supercup fehlt noch in Ihrer Titelsammlung. Wie sehr freuen Sie sich auf das Finale in Prag?

Dante: Jeder Titel, jeder Pokal ist wichtig für Bayern München. Und wir Spieler wollen alles dafür geben, Titel zu holen. Ich hoffe, dass wir am Freitag ein Topspiel zeigen werden.

SPORT1: Ist die Partie gegen Chelsea für die Abwehr dann der erste große Härtetest angesichts des Offensivpotenzials der Blues?

Dante: Mit Fernando Torres, Demba Ba und Eden Hazard ist Chelsea sehr gefährlich vorne. Wir müssen einfach sehr konzentriert hinten arbeiten, um kein Tor zu bekommen.

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