Für den Triple-Sieger geht es jetzt Schlag auf Schlag. Guardiola wird angesichts des strammen Programms wohl vermehrt rotieren.

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Vom FC Bayern berichtet Jan Reinold

München - Es dauerte 15 Minuten, bis auf der obligatorischen Pressekonferenz des FC Bayern vor dem 187. bayrisch-fränkischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg die wirklich wichtigen Dinge behandelt wurden.

Eine gute Viertelstunde lang war es zunächst um das mögliche Bundesliga-Debüt von Mario Götze im Bayern-Trikot, den Fitnesszustand der Mannschaft oder um das bevorstehende Intensiv-Programm des Triple-Siegers mit drei Pflichtspielen in sieben Tagen gegangen.

Alles Nebensache. Gegen 12.20 Uhr wurde der Neu-Münchner Pep Guardiola endlich zu seinen ersten Erfahrungen in Lederhosen befragt.

"Für mich ist alles super"

"Guapo", berichtete der gut aufgelegte Bayern-Trainer, habe es ausgesehen, hübsch also. Auch seiner Frau Cristina habe die Arbeitskleidung für das am 21. September beginnende Oktoberfest gefallen. Gott sei Dank!

Im weiteren Verlauf berichtete der Spanier noch ausführlich von seinem neuen Leben in München.

Er könne sich trotz seiner Popularität recht ungestört in der bayrischen Landeshauptstadt bewegen, Golf habe er gespielt. Kurzum: "Für mich ist alles super."

Götzes Beine und Kopf fit

Etwas weniger auskunftsfreudig erwies sich Guardiola allerdings bei den sportlichen Themen vor dem Derby am Samstag gegen die noch sieglosen Nürnberger (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE auf SPORT1.fm).

Javi Martinez werde aufgrund seines Trainingsrückstandes nicht im Kader stehen, kündigte Guardiola immerhin an (News). Ob Mario Götze in der Startelf stehen werde, wollte er aber nicht verraten.

Dem ersten Bundesliga-Einsatz des lange verletzten Nationalspielers, der zuletzt erklärt hatte, auf mehr Einsatzzeiten zu hoffen, steht aber offenbar nichts im Wege. "Seine Beine sind fit, und sein Kopf jetzt auch", sagte Guardiola.

Bayern mit Intensiv-Programm

Aufgrund der anstehenden Bundesligaspiele gegen Nürnberg und beim SC Freiburg am Dienstag sowie dem europäischen Supercup gegen den FC Chelsea am kommenden Freitag könnte Guardiola rotieren.

Franck Ribery meldete sich nach seiner Trainingspause ebenso wie Thiago Alcantara fit. Damit kann Guardiola gegen Nürnberg, das seit 1992 nicht mehr in München gewonnen hat, so gut wie aus dem Vollen schöpfen.

Die anstehenden sieben Tage mit drei Spielen seien "keine schwere Woche", im Gegenteil: "Das ist gut", meinte Guardiola, der sich auch nicht über das dichte Programm der letzten Zeit mit vielen Testspielen und Sponsorenterminen beklagen wollte.

"Wir haben Zeit für alles", meinte er mit einem Lächeln.

Guardiola warnt vor Nürnberg

Zeit für fast alles, denn den Blick auf das Supercup-Duell mit Europa-League-Sieger Chelsea und dessen neuem, alten Trainer Jose Mourinho wollte er noch nicht richten.

Vor dem Wiedersehen mit dem nicht gerade geliebten Rivalen stehe zunächst einmal das Derby gegen Nürnberg an. Und "in einem Derby", mahnte Guardiola, "kann alles passieren".

In der spielfreien Woche wurde daher an der Säbener Straße intensiv an der Feinabstimmung gearbeitet. Zuletzt hatten Vorstand, aber auch Kapitän Philipp Lahm oder Nationalspieler Thomas Müller eingeräumt, dass die Mannschaft noch nicht bei 100 Prozent sei.

Angesprochen darauf reagierte Guardiola gelassen, auch das noch nicht perfekt funktionierende System mit nur einem Sechser bereite ihm keine schlaflosen Nächte.

Die mit zwei Siegen in die Liga gestartete Mannschaft werde "jedes Mal besser", betonte er: "Wichtig ist, jeden Tag einen Schritt nach vorne zu machen."

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