Führte den BVB bisher zu zwei Meistertiteln: Trainer Jürgen Klopp © getty

Dortmunds Trainer hat den Verlust seines Juwels abgehakt. Zwischen sich selbst und FCB-Coach Guardiola sieht er große Unterschiede.

München - Jürgen Klopp hat nach eigenen Angaben eine andere Herangehensweise an den Trainerjob als sein Kollege Pep Guardiola.

"Ich war nie ein Weltklassespieler, ich mag am Fußball möglicherweise ein paar andere Dinge als er. Dadurch arbeiten wir komplett anders", sagte Kopp im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Allerdings erkannte der Trainer von Borussia Dortmund auch ein paar Gemeinsamkeiten mit seinem Pendant vom FC Bayern (News): "Nicht komplett unähnlich sind wir, wenn ich höre, wie er über Spieler spricht."

"Götze-Wechsel abgehakt"

Die Enttäuschung über den Wechsel von Mario Götze nach München hat Klopp überwunden - auch die Aussage des Nationalspielers, er wechsele den Verein, um unter Guardiola zu arbeiten, nimmt der BVB-Coach weiter souverän.

"Ich halte mich nicht für den besten Trainer von Nordrhein-Westfalen, Deutschland, der Welt oder sonst irgendwas. Ich habe keine Sekunde gedacht: Ach Mensch, Mario, ich hab dir doch auch geholfen, das ist nicht nett."

Er könne schließlich "nicht einschätzen", ob Guardiola oder ein anderer Trainer "Dinge viel besser" mache als er selbst.

Bekenntnis zum BVB

Überhaupt wolle er nach falschen Interpretationen einiger seiner Äußerungen in der Vergangenheit nicht mehr über Vergleich zwischen dem BVB und dem FCB reden.

Stattdessen gilt Klopps Fokus allein seinem derzeitigen Arbeitgeber. Ein Vereinswechsel sei trotz derartiger Gerüchte in den vergangenen Monaten jedenfalls kein Thema.

"Ich denke keine Sekunde darüber nach, woanders hin zu wollen, nur weil das jemand in den Raum stellt", sagte Klopp und hält vermeintlich paradiesische Zustände bei manch anderem Klub für alles andere als reizvoll.

"Mit Geld kann man Mist machen"

"Mir ist es lieber so wie in Dortmund, als wenn ich mir jede Woche Gedanken machen müsste, wie der Mancini zuletzt bei Manchester City, ob ich lieber Balotelli, Dzeko, Tevez oder Agüero spielen lasse. Mit ganz viel Geld kann man auch ganz viel Mist machen", sagte der 46-Jährige.

Dennoch habe das Interesse renommierter Klubs durchaus Vorzüge.

"Es gibt einem als Trainer eine gewisse Sicherheit, diesen Job weitermachen zu können", sagte der Dortmunder Trainer.

Heute gegen Werder

Den BVB sieht Klopp trotz Götzes Abgang auf einem guten Weg.

"Der rein sportliche Verlust ist jetzt schon wieder völlig egal", meinte der Coach: "Wir haben einen wirklich guten Kader und die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Leute nicht mehr an das letzte Jahr und an Mario denken müssen."

Mit zwei Siegen an den ersten beiden Spieltagen ist die Grundlage dafür geschaffen. Heute steht für die Borussia gegen Werder Bremen (20 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE auf SPORT1.fm) die dritte Partie der Saison auf dem Programm.

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