Robert Lewandowski (l.) und Pierre-Emerick Aubameyang gehen seit dieser Saison gemeinsam für den BVB auf Torejagd © getty

Aubameyangs Berater will den BVB angeblich auf eine Millionenzahlung verklagen. Der Stürmerkollege macht forsche Ansagen.

Dortmund - Lange Zeit hatte Borussia Dortmund Ärger mit Robert Lewandowski und seinen Beratern.

Kaum ist in dieser Hinsicht Frieden eingekehrt, hat der BVB nun Stunk mit einem anderen Agenten: dem von Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang.

Der Berater des Torjägers fordert nach Informationen der "Sport Bild" die Zahlung einer siebenstelligen Summe als Provision für seine angeblichen Tätigkeiten beim Wechsel des Gabuners vom AS St. Etienne zu den Westfalen.

Eine entsprechende Klage sei schon eingereicht.

Verwirrung um Zuständigkeiten

Aubameyang kostete den BVB 13 Millionen Euro Ablöse.

Die Borussen hatten die fällige Provision an Aubameyangs Vater gezahlt, der bei den Gesprächen als Berater seines Sohnes aufgetreten war.

Der lizenzierte Berater, Carlos Arino, indes behauptet, er habe den Auftrag für die Durchführung des Transfers bereits im Dezember vergangenen Jahres erhalten.

Zorc bleibt gelassen

Er soll sogar zu Verhandlungen in Dortmund gewesen sein.

"Wir sehen die Forderung als nicht berechtigt und gegenstandslos an. Wir sehen der Sache sehr gelassen entgegen. Der Rechtsweg steht ihnen natürlich frei", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc und hat den Fall bereits an seine Anwälte weitergeleitet.

Lewandowski will das Triple

Lewandowski bekräftigt derweil, dass der Ärger um seinen geplatzten Wechsel zu Bayern München ausgeräumt sei und gibt eine Kampfansage ab - an den FC Bayern.

"Der BVB ist bereit dafür, alle Titel anzugreifen", erklärt der 25-jährige Lewandowski in der "Sport Bild" und nimmt damit das Triple ins Visier. "Den ersten Titel haben wir mit dem Supercup gegen Bayern gewonnen. Es sollen noch mehrere werden. Wir werden Bayern jagen."

Der Pole bekräftigte erneut, der Zwist mit den BVB-Verantwortlichen um seine Wechselzusage sei ausgeräumt: "Es wurden einige Fehler gemacht - das Thema ist beendet. Jetzt zählen für mich nur noch Titel."

"Aussagen wurden verdreht"

Im Wechsel-Zwist fühlt Lewandowski sich missverstanden: "Ich habe nie mit einem Leistungsabfall gedroht. In diesem Fall wurden meine Aussagen verdreht und absichtlich gegen mich verwendet. Als ob ich irgendetwas fordere, was gegen den bestehenden Vertrag verstößt. Nein!"

Trotz Transfer-Veto der Verantwortlichen versicherte Lewandowski, er stehe komplett hinter der Entscheidung, in Dortmund zu bleiben: "Ich spiele in einer Top-Mannschaft in der Champions League und habe drei Titel als Ziel. Ich werde alles für den BVB geben."

Dass das auch nach dem Abgang von Mario Götze zum FC Bayern gelingen kann, davon ist "Lewy" überzeugt: "Wir haben drei tolle Neuzugänge bekommen. Mit Pierre-Emerick Aubameyang, Sokratis und Henrikh Mkhitaryan, dazu noch ein paar tollen Talenten, haben wir eine bessere Mannschaft beisammen als noch vergangene Saison."

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