Jos Luhukay führte die Hertha zurück in die Bundesliga © getty

Die Hertha will ihren Manager mit drei Punkten beschenken, muss ihre siegreiche Elf aber verändern. Der Club ist unter Zugzwang.

Nürnberg - Nach dem fulminanten Saisonstart von Bundesliga-Rückkehrer Hertha BSC hofft Manager Michael Preetz im Spiel beim 1. FC Nürnberg (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE auf SPORT1.fm) auf das nächste Präsent. "Ich könnte mir ein schönes Geburtstagsgeschenk vorstellen, wenn die Mannschaft uns allen drei Punkte schenkt", sagte der Hertha-Manager, der am Samstag 46 Jahre alt wurde, vor der Partie am Sonntag.

Dagegen hoffen die Franken auf eine gelungene Heimpremiere. "Wir haben in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir zu Hause eine Macht sein können", erinnert Club-Coach Michael Wiesinger.

Personalsorgen beim Spitzenreiter

Mit dem aufsehenerregenden 6:1 gegen Eintracht Frankfurt war der Aufsteiger am vergangenen Wochenende an die Tabellenspitze der Bundesliga gestürmt.

Überbewerten will den Kantersieg aber niemand in der Hauptstadt: "Ich fange nicht an, von unschlagbar zu reden", betont Hertha-Trainer Jos Luhukay, der seine Mannschaft im Vergleich zum Kantersieg auf den beiden defensiven Außenbahnen verändern muss.

Neben Marcel Ndjeng (Knochenmarksödem im großen Zeh) und Neuzugang Johannes von den Bergh (Muskelfaserriss) fällt zusätzlich auch Talent Hany Mukhtar längere Zeit aus.

Der Mittelfeldspieler hat sich beim Spiel mit der deutschen U 19-Nationalmannschaft in Ungarn (2:3) einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen.

Statistik spricht für Nürnberg

Die Hausherren wollen nach ihrem peinlichen Aus im Pokal gegen Zweitligist SV Sandhausen und dem glücklichen Remis zum Bundesliga-Start bei 1899 Hoffenheim endlich den ersten Saisonsieg. "Für uns ist einfach wichtig, dass wir sofort anfangen zu punkten", äußert sich Mittelfeld-Mann Markus Feulner.

Allerdings müssen die Franken definitiv auf Timo Gebhart verzichten, der muskuläre Probleme im Beckenbereich hat. Zumindest die Statistik steht den Clubberern auf der Seite: Ihre letzten vier Partien konnten sie gegen Berlin gewinnen, die letzte Pleite liegt schon zehn Jahre zurück.

Dennoch mahnt Wiesinger seine Mannschaft zur höchsten Konzentration und verweist auf die letzte halbe Stunde der ersten Halbzeit beim 2:2 zum Auftakt in Hoffenheim, als man 0:2 in Rückstand geriet.

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