Karim Guede (l.) kam 2011 von Slovan Bratislava nach Freiburg © getty

Freiburg und Mainz liefern sich ein taktisches Duell. Die 05er nutzen fünf herausragende Minuten. Nic Müller schlägt wieder zu.

Freiburg - Der FSV Mainz 05 hat seinen Auswärtsfluch in der Bundesliga nach sieben Monaten überwunden und den Fehlstart des SC Freiburg in einer lange Zeit taktisch geprägten Partie perfekt gemacht.

Am zweiten Spieltag siegte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel bei den Breisgauern mit 2:1 (0:0) und weist damit bereits sechs Zähler auf. Der Europa-League-Starter aus Freiburg bleibt ohne Punkt und muss sich mit Blick auf die kommenden Aufgaben erheblich steigern. ( 762187 DIASHOW: Die Bilder des 2. Spieltages )

Niki Zimling (64.) und Jungnationalspieler Nicolai Müller (68.) erzielten die Treffer für die Rheinhessen, die zuletzt am 26. Januar bei der SpVgg Greuther Fürth (3:0) auswärts gewonnen hatten. Für die lange Zeit überlegenen Freiburger traf Sebastian Freis (71.).

Moritz kommt rein

Vor 23.100 Zuschauern im Freiburger Stadion veränderte SC-Coach Christian Streich seine Startformation im Vergleich zur Vorwoche auf drei Positionen. Mensur Mujdza rückte für Francis Coquelin in die Abwehrkette, in der Offensive erhielten Karim Guede und Freis ihre Bewährungschance.

Tuchel schenkte zu Beginn bis auf eine Ausnahme den Akteuren vom Auftaktsieg gegen den VfB Stuttgart sein Vertrauen. Christoph Moritz erhielt dabei den Vorzug vor Sebastian Polter, der als einzige echte Spitze eingeplant gewesen war.

Dementsprechend zurückhaltend gingen die Mainzer die Partie an.

Mainz anfangs passiv

Bei strahlendem Sonnenschein lief zu Beginn vor allem der Motor der Gäste im Energiesparmodus. Die Mainzer wirkten passiv, überließen Freiburg die Spielkontrolle und störten erst in der eigenen Hälfte.

Deutlich aggressiver gingen die Breisgauer zu Werke, die früh attackierten und sich so immer wieder den Ball erkämpften.

Guede (7.) und Mike Hanke mit einem Kopfball vier Minuten später näherten sich dem Mainzer Gehäuse erstmals an. Deutlich gefährlicher waren die Aktionen des Offensivduos nach einer knappen halben Stunde.

In der 26. Minute prüfte Hanke den Mainzer Schlussmann Heinz Müller erstmals richtig, Sekunden später hielt dieser gegen Guede. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zimling schlägt eiskalt zu

Nach dem verschlafenen Beginn tauchten auch die Gäste im gegnerischen Strafraum auf. Niki Zimling (36.) und Zdenek Pospech (44.) verpassten die Führung aber mehr oder weniger knapp.

Die Mainzer kamen auch besser aus der Kabine. Nachdem Freiburgs Keeper Oliver Bauman einen Eckball unterlaufen hatte, köpfte am zweiten Pfosten ein überraschter Niko Bungert (56.) nur wenige Zentimeter neben das Gehäuse.

Nach 65 wenig berauschenden Minuten ging es plötzlich auch in den Strafräumen zur Sache. Beim wuchtigen Kopfball des freistehenden Zimling war aber auch Baumann aus kurzer Distanz ebenso wie bei Müllers Treffer aus spitzem Winkel machtlos.

SCF kämpft verzweifelt

Freiburg wirkte nach dem Doppelschlag nur kurz geschockt und kam durch Freis zum verdienten Anschluss. Danach entwickelte sich eine offene Begegnung mit weiteren Chancen auf beiden Seiten. Am Ende reichte es für den tapferen SC nicht mehr.

In der Freiburger Mannschaft verdienten sich Hanke und Guede Bestnoten, bei Mainz überzeugten Zimling und Nicolai Müller.

Weiterlesen