Klaas-Jan Huntelaar (r.) ist gegen den HSV gleich zwei Mal erfolgreich © imago

Die Königsblauen vermeiden dank Szalai gegen den HSV trotz Abwehrschwächen einen kapitalen Fehlstart. Draxler muss früh raus.

Gelsenkirchen - Neuzugang Adam Szalai hat den Champions-League-Aspiranten Schalke 04 vor einem kapitalen Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison bewahrt.

Der eingewechselte Ungar, der für acht Millionen Euro vom FSV Mainz 05 gekommen war, erzielte den Ausgleich zum 3:3 (2:2) gegen den Hamburger SV. ( 758798 DIASHOW: Die Bilder des 1. Spieltages )

Gleich zweimal traf Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (2. und 45.+2) für die Königsblauen, die einen Traumstart verspielten und ihren Jungstar Julian Draxler früh verletzt verloren.

Die Hamburger, die durch zahlreiche Querelen und peinliche Pleiten in der Vorbereitung von sich reden gemacht hatten, führten durch einen Handelfmeter von Rafael van der Vaart (12., Handelfmeter), ein Tor von Maximilian Beister (24.) und ein Kopfballtor des Ex-Dortmunders Lasse Sobiech (49.) nicht unverdient mit 3:2. Dann stach Joker Szalai (72.).

Huntelaar schlägt zu

Es dauerte keine 90 Sekunden, da stand es bereits 1:0 für die Königsblauen: Draxler setzte mit einem mustergültigen Pass Huntelaar ein, der keine Mühe hatte, gegen seinen Lieblingsgegner sein erstes Saisontor zu erzielen.

Für den Niederländer, der Montag 30 Jahre alt wird, war es der achte Treffer in den letzten fünf Duellen mit dem HSV, der neunte folgte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte.

Dazwischen lagen aus Schalker Sicht 45 ganz schwache Minuten, in denen offensiv überhaupt nichts gelang und die Defensive wackelte. Den Ausgleich leitete ein Handspiel von Verteidiger Joel Matip ein. Den Elfmeter verwandelte van der Vaart souverän.

Draxler verletzt

Die Hamburger bemühten sich nach der turbulenten Anfangsphase, das Spiel zu beruhigen, und kamen immer besser zurecht.

Schalke musste gleich den nächsten Schock verdauen: Draxler schied bereits in der 23. Minute wegen einer Achillessehnenprellung aus. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Wenige Sekunden später gerieten sie durch ein kurioses Tor in Rückstand: Nach einem Kopfball von Beister an die Latte sprang der Ball von Torhüter Hildebrands Rücken ins Netz. Glück hatte der Keeper, als der Kopfball von Milan Badelj wenig später an der Latte landete (28.).

Viele Pannen

Der Ausgleich durch Huntelaar per Kopf nach einer Flanke von Christian Fuchs entsprang erst dem zweiten gelungenen Angriff der Gastgeber.

"Ich bin enttäuscht vom Auftreten der Mannschaft. Wenn ich wüsste, woran es liegt, würde ich jetzt in die Kabine gehen und es sagen", sagte Schalke-Manager Horst Heldt in der Halbzeit bei "Sky": "Wir haben nach dem 1:0 aufgehört, Fußball zu spielen. Da müssen wir eine Schippe drauflegen. Wir spielen zu pomadig und zu langsam, habe keine Struktur im Spiel."

Nach der Pause ging die Schalker Pannenshow weiter: Sobiech konnte völlig unbehindert aus kürzester Distanz einköpfen, Hildebrand und die Innenverteidigung sahen zu. Kurz zuvor hatte Beister nur knapp das Tor verfehlt (48.).

Rudnevs zunächst draußen

Schalke-Trainer Jens Keller hatte nur einen der Neuzugänge in der Startelf aufgeboten: Christian Clemens ersetzte den abgewanderten Michel Bastos auf der linken Außenbahn. Felipe

Santana, Leon Goretzka und Szalai mussten zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Goretzka kam für Draxler, Szalai nach knapp einer Stunde als zusätzliche Offensivkraft.

HSV-Coach Thorsten Fink setzte in der Offensive auf einen Neuen: Weil Artjoms Rudnevs wegen einer Grippe noch nicht wieder 100-prozentig fit war, kam der vom FC Basel verpflichtete Jacques Zoua zu seinem Bundesliga-Debüt.

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