Nicolai Müller (r.) traf beim Mainzer Sieg gegen den VfB Stuttgart doppelt © getty

Der FSV feiert gegen Stuttgart einen Auftakt nach Maß. Ein Neu-Nationalspieler trifft doppelt, Okazaki ärgert die Ex-Kollegen.

Mainz - Doppel-Torschütze Nicolai Müller und Shinji Okazaki mit einem Abseitstor gegen seinen Ex-Klub haben dem FSV Mainz 05 einen glänzenden Start in die 51. Bundesliga-Saison beschert.

Die Mainzer gewannen am ersten Spieltag 3:2 (1:1) gegen den VfB Stuttgart, der nach erfolgreichen Auftritten im DFB-Pokal und der Europa League in der Liga strauchelte. ( 758798 DIASHOW: Die Bilder des 1. Spieltags )

Müller netzt zwei Mal

Jung-Nationalspieler Müller (14./78.) und der Japaner Okazaki (65.), der im Sommer vom VfB nach Mainz gewechselt war, trafen in einem abwechslungsreichen Spiel für die Gastgeber.

Den Stuttgartern reichten die Tore von Vedad Ibisevic (16.) und Martin Harnik (82.) nicht zu einem Punktgewinn - auch weil der Mainzer Keeper Heinz Müller mehrfach glänzend parierte.

Die Mainzer, die mittlerweile sechsmal in Folge beim Ligastart nicht verloren haben, feierten saisonübergreifend nach neun Punktspielen ohne Sieg wieder einen Erfolg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Stuttgart startet besser

Vor 30.279 Zuschauern in der Mainzer Arena, darunter DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Bundestrainer-Assistent Hansi Flick, gehörte die Anfangsphase den Gästen.

Die Stuttgarter, die in den Playoffs zum Einzug in die Gruppenphase der Europa League gegen HNK Rijeka aus Kroatien antreten müssen, wirkten wacher und konzentrierter.

Mainz mit vier Neuen

Bei den Gastgebern, bei denen die Neuzugänge Johannes Geis, Sebastian Polter, Okazaki und Joo-Ho Park in der Startelf standen, war Sand im Getriebe.

Coach Thomas Tuchel, der bis 2004 in der Jugendabteilung des VfB gearbeitet hatte, gestikulierte bereits ab der fünften Minute wild an der Seitenlinie.

VfB baut Hausherren auf

Die Schwaben, deren Trainer Bruno Labbadia den Neuen Daniel Schwaab und Moritz Leitner von Beginn an das Vertrauen schenkte, bauten die Mainzer nach rund zehn Minuten mit individuellen Fehlern auf.

Die Schwächen der Stuttgarter Gotoku Sakai und Benedikt Röcker nutzte Müller, der ein starkes Solo gekonnt abschloss.

Ausgleich im direkten Gegenzug

Der VfB, der ohne Georg Niedermeier, Antonio Rüdiger, Johan Audel, Daniel Didavi und Marco Rojas auskommen musste, war allerdings nur kurz schockiert.

Ibisevic sorgte zügig für den Ausgleich. Dabei sahen die Mainzer, bei denen Junior Diaz, Chinedu Ede und Elkin Soto fehlten, in der Abwehr nicht gut aus.

Kurz nach dem Treffer von Ibisevic musste der angeschlagen ins Spiel gegangene VfB-Kapitän Serdar Tasci vom Feld (21.). Für den Abwehrchef kam Neuzugang Konstantin Rausch in die Partie.

Ulreich muss mehrfach retten

Acht Minuten später vergab Polter nach starker Vorarbeit Müllers die Chance zur Mainzer Führung, VfB-Torwart Sven Ulreich parierte aus kurzer Distanz.

In der 32. Minute musste Ulreich erneut retten - diesmal gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Okazaki.

Großchancen für Harnik

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel passierte wenig bis nichts. Beide Teams leisteten sich zu viele Fehler im Spielaufbau, Langeweile machte sich breit.

Erst in der 55. Minute wurden die Zuschauer durch die Großchance des Stuttgarters Martin Harnik aus ihrer Lethargie gerissen.

Fünf Minuten später scheiterte Zdenek Pospech auf der Gegenseite an Ulreich. Wenige Sekunden danach kam Harnik erneut nicht an FSV-Torwart Müller vorbei.

Okazaki trifft nach Abseits

Dann wurde es turbulent. Okazaki machte es auf der anderen Seite besser, stand beim Zuspiel vor seinem Abschluss allerdings im Abseits.

Schiedsrichter Florian Meyer ließ das Spiel aber weiterlaufen. Im Anschluss drängte der VfB auf den Ausgleich, Rausch scheiterte zweimal mit Freistößen am starken Müller (68. und 71.).

Selbst nach dem 1:3 kam der VfB noch einmal zurück. Ausgerechnet der überragende Heinz Müller klatschte einen Schuss des eingewechselten Cacau nach vorne ab, Harnik netzte den Nachschuss ein. Zu mehr reichte es für den VfB aber nicht.

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