Neven Subotic trägt seit 2008 das Trikot von Borussia Dortmund © SPORT1

Nach dessen Gala in Augsburg applaudiert Neven Subotic seinem Teamkollegen Aubameyang. Ein Duo müsste nun nachziehen, flachst er.

Vom BVB berichtet Christoph Lother

Augsburg - Gerade mal eine Woche ist es her, dass sich Pierre-Emerick Aubameyang an einem Viertliga-Torhüter die Zähne ausbiss.

In der ersten Runde des DFB-Pokals beim SV Wilhelmshaven (3:0) boten sich dem Neuzugang von Borussia Dortmund etliche hochkarätiger Chancen, doch immer wieder scheiterte er am glänzend aufgelegten Schlussmann Aaron Siegl.

Hier und dort wurde Aubameyang bereits als Chancentod betitelt, der Flügelspieler selbst nach 77 Minuten entnervt ausgewechselt.

Vier Schüsse, drei Tore

Nur sieben Tage später hat sich das Blatt gewendet: Viermal schoss Aubameyang beim 4:0 des BVB zum Bundesliga-Auftakt in Augsburg (Bericht) auf das gegnerische Tor, dreimal traf er.

Es war der perfekte Einstand für den 13-Millionen-Mann. Ein Einstand, wie ihn in der Dortmunder Bundesliga-Geschichte zuvor noch kein Spieler erlebt hatte.

Zwar wurde Aubameyang auch in Augsburg vorzeitig ausgewechselt.

Anders als in Wilhelmshaven verließ der Nationalspieler Gabuns das Feld diesmal aber mit einem strahlenden Lächeln und unter dem donnernden Applaus der BVB-Fans ( 758798 DIASHOW: Die Bilder des Spieltags ).

In nur 81 Bundesliga-Minuten hat Aubameyang einen gewaltigen Eindruck hinterlassen - auch bei Mitspieler Neven Subotic.

Im SPORT1-Interview spricht Dortmunds Innenverteidiger über die Galavorstellung seines Kollegen, giftige Augsburger und die anderen Neuzugänge der Borussia.

SPORT1: 4:0 zum Auftakt, das klingt vielversprechend. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung in Augsburg?

Neven Subotic: Sehr zufrieden. Immerhin war das unser erstes Spiel und das haben wir gleich mal mit 4:0 gewonnen. Für mich als Verteidiger war es natürlich besonders wichtig, dass hinten die Null steht. Das ist uns gut gelungen. Dass wir Tore schießen können, wussten wir schon von der ersten Minute an. Wir sind geduldig geblieben und das hat sich am Ende ausgezahlt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

SPORT1: Waren Sie überrascht davon, wie aggressiv die Augsburger diese Partie angegangen sind?

Subotic: Nein, darauf waren wir eingestellt. Dennoch haben sie das am Anfang gut gemacht, das muss man ihnen lassen. In der zweiten Halbzeit war die Luft dann aber raus. Es gibt einfach nicht viele Mannschaften, die ein solches Tempo lange halten können. Dementsprechend galt es für uns, die erste Phase zu überstehen und das haben wir geschafft. Wenn überhaupt, ging beim Gegner nur etwas über Standards.

SPORT1: Ist der BVB vielleicht sogar schon ein kleines Stückchen weiter als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison?

Subotic: Das weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass ich persönlich mich momentan richtig gut und topfit fühle. Wir haben eine super Vorbereitung hinter uns. Wir haben fast jedes Spiel gewonnen, auch im Supercup und im DFB-Pokal überzeugt. Diese Leistungen müssen wir jetzt jede Woche, manchmal sogar zweimal pro Woche bestätigen. Mein Gefühl sagt mir: Wir sind da, wir sind bei 100 Prozent. Alles darüber hinaus wird man sehen.

SPORT1: Pierre-Emerick Aubameyang hat einen glänzenden Einstand im BVB-Trikot gefeiert. Glauben Sie, dass die Mannschaft durch die insgesamt drei Neuzugänge noch stärker ist als im Vorjahr?

Subotic: Auch diese Jungs müssen sich beweisen. Das, was sie bislang im Training gezeigt haben, spricht jedenfalls für sie und ihre Qualitäten. Und Aubameyang hat nun das Paradebeispiel geliefert, wie so ein Einstand auszusehen hat. Nun müssen die anderen nachziehen, da bin ich sehr gespannt (lacht). Alle drei können uns auf jeden Fall weiterhelfen - nicht nur in der Offensive. Aubameyang hat gegen Augsburg gezeigt, dass er auch gerne mal in einen Zweikampf geht und für eine Grätsche gut ist. Das ist uns hier beim BVB sehr wichtig.

SPORT1: Wie wichtig waren diese drei Tore zum Auftakt für Aubameyang?

Subotic: Für einen Offensivspieler, der zu einem neuen und großen Verein wechselt, ist das natürlich eine ungemeine Erleichterung, gleich im ersten Spiel dreimal zu treffen. Andernfalls läuft man dem ersten Tor womöglich vier, fünf oder gar sechs Spiele lang hinterher. Bei Aubameyang ist der Knoten jetzt gleich geplatzt, dementsprechend dürfte er künftig etwas lockerer sein.

Weiterlesen