Dortmunds Neuzugang Aubameyang wird gegen die tapferen Augsburg zum umjubelten Matchwinner und schafft Historisches.

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Aus Augsburg berichtet Christoph Lother

Augsburg - Er strahlte, er lachte, und er schlug sogar Saltos.

"Spiderman" Pierre-Emerick Aubameyang hätte sich keine schönere Bundesliga-Premiere vorstellen können.

Mit drei Toren schoss der 13-Millionen-Neuzugang vom AS St. Etienne seinen neuen Arbeitgeber Borussia Dortmund am 1. Spieltag fast im Alleingang zu einem letztlich etwas zu hohen 4:0 (1:0)-Erfolg beim FC Augsburg (Bericht).

"Unbeschreiblich, das ist ein großer Tag für mich", sagte der Gabuner, dem als sechstem Bundesligaspieler bei seinem Debüt ein Dreierpack gelang.

Kein Wunder also, dass die BVB-Fans unter den insgesamt 36.660 Zuschauern in der ausverkauften Augsburger Arena den 24-Jährigen bei dessen Auswechslung neun Minuten vor Spielende mit tosendem Applaus vom Feld begleiteten.

Lob von Trainer und Mitspielern

Doch nicht nur den Anhängern, sondern auch Mitspielern und Trainer nötigte Aubameyang mit seiner Galavorstellung Respekt ab.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Es ist natürlich besser, als wenn er mit fünf Fahrkarten gestartet wäre", meinte Trainer Jürgen Klopp. "Er hat eine brutale Qualität."

Robert Lewandowski, per Foulelfmeter Torschütze zum 4:0-Endstand, lobte: "Er ist unheimlich schnell, kann Tore schießen und wird uns noch viel helfen."

Und Nuri Sahin ergänzte mit Blick auf den etwas unglücklichen Auftritt Aubameyangs in der ersten Runde des DFB-Pokals eine Woche zuvor in Wilhelmshaven:

"Er hat in der Vorbereitung etwas Pech gehabt. Aber ich habe ihm vor dem Spiel nochmal gesagt, dass die Tore schon irgendwann kommen würden. Das hat er sich offenbar zu Herzen genommen."

Sahin von Defensivarbeit beeindruckt

Mehr als dessen drei Treffer in der 24., 66. und 79. Minute imponierte Sahin aber der defensiv starke Auftritt Aubameyangs. ( 758798 DIASHOW: Die Bilder des Spieltags )

"Es ist sehr wichtig für unsere Mannschaft, dass überall nach hinten mitgearbeitet und verschoben wird. Das hat er exzellent gemacht", erklärte der Dortmunder Mittelfeldspieler.

In der Tat war sich Aubameyang, der auf dem rechten Flügel den Vorzug vor Jakub Blaszczykowski erhalten hatte, nicht zu schade, ab und an auch mal die Grätsche auszupacken und die giftigen Augsburger so wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

FCA macht Dortmund das Leben schwer

"Anfangs haben wir uns sehr schwer getan", gestand Sahin.

Anfangs, das bedeutete bis zur Dortmunder Führung in der 24. Minute.

"Bis dahin war es ziemlich eng", resümierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der offen zugab, "dass dieser Sieg vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist".

Klopp stolz

Angesichts der überschaubaren Anzahl an großen Torchancen für die Borussia lag Zorc mit seiner Einschätzung richtig.

Überbewerten wollten die Dortmunder ihre anfänglichen Schwierigkeiten dann aber auch nicht.

"Klar war das heute nicht unser bestes Spiel. Aber es ist normal, dass man sich zu Beginn einer Saison etwas schwerer tut", erklärte Sahin, der gemeinsam mit Sven Bender die Doppel-Sechs gebildet hatte.

"Dass Augsburg zu guten Gelegenheiten kam, halte ich angesichts der Qualität des Gegners für normal", fügte Klopp hinzu.

Insgesamt habe sein Team aber "tolle Tore geschossen und die Partie souverän beendet", befand der BVB-Trainer:

"Hier gewinnen nicht viele mit 4:0. Dass es uns gelungen ist, macht uns stolz."

Weinzierl beklagt individuelle Fehler

Vielleicht nicht gerade stolz, aber auch nicht gänzlich unzufrieden wirkte nach dem Schlusspfiff Klopps Pendant Markus Weinzierl.

"In den ersten 60 Minuten haben wir gute Ansätze gezeigt", lobte Augsburgs Trainer seine Mannschaft.

Umso bitterer sei es, am Ende eine 0:4-Niederlage kassiert zu haben. Zumal seine Schützlinge dem BVB "das erste, das dritte und das vierte Gegentor selbst aufgelegt" hätten.

Und wenn die Dortmunder "erstmal führen, sind sie unheimlich stark. Sie kontern gut, spielen schnell und setzen diese Schnelligkeit immer wieder hervorragend in Szene".

In diesem Fall die von Senkrechtstarter Aubameyang.

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