Die DFL kann mit dem temporeichen Saison-Auftakt zufrieden sein. Ob Pep Guardiola es auch ist, darf bezweifelt werden.

Erst wurde es feierlich, dann fröhlich: Nach Eröffnungsshow der DFL und deutscher Nationalhymne zum Auftakt der 51. Bundesliga-Saison war die Stimmung schon nach 16 Minuten in der Allianz Arena glänzend.

Da führten die Bayern bereits mit 2:0 gegen die tapferen Gäste aus Mönchengladbach, am Ende wurde es ein standesgemäßes 3:1 für den Triple-Gewinner und haushohen Meisterschaftsfavoriten aus München.

Dabei kamen die 71.000 Zuschauer im Stadion und auch die Millionen Zuschauer weltweit auf ihre Kosten: 76 Tage nach dem deutschen Champions-League-Finale machte die Liga mit einem temporeichen Spiel - zahlreiche Torchancen inklusive - Werbung in eigener Sache.

Die DFL-Strategen können mit dem Start zufrieden sein, der neue FCB-Trainer Pep Guardiola nach seinem erfolgreichen Debüt eigentlich auch. Ob er es allerdings tatsächlich ist, darf man bezweifeln.

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Dazu genügte der Blick auf den bei fast jedem Fehler seiner Mannschaft am Spielfeldrand wild gestikulierenden Spanier. In der Tat zeigten die Bayern ungewohnte Schwächen in der Defensive, obwohl sie mit zehn Spielern des erfolgreichen Champions-League-Finals aufliefen.

Vielleicht lag es tatsächlich daran, dass ausgerechnet für den vor einem Jahr für 40 Millionen Euro als Stabilisator geholten Javier Martinez als zweiter "Sechser" kein Platz mehr in Guardiolas 4-1-4-1-System ist.

Jedenfalls hatten die Gladbacher bei Ballverlusten der gegenüber dem Vorjahr auch sehr hoch stehenden Münchner ungewöhnlich viel Platz in der Offensive, die andere Teams vielleicht konsequenter ausnutzen ? siehe Borussia Dortmund im Supercup-Finale.

So aber blieb es zum Auftakt für alle Beteiligten eine nette Show mit kleinen Schönheitsfehlern.

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