Guardiola (l.) gewann mit dem FC Barcelona 2009 sechs Titel © getty

Der neue Bayern-Trainer Guardiola ist "zufrieden" mit dem Ergebnis gegen Gladbach, bemängelt aber die Abwehrarbeit. Favre hadert.

München - Der Rekordmeister hat einen standesgemäßen Start in die 51. Bundesliga-Saison hingelegt.

Trotz einiger Unsicherheiten in der Defensive schlug der FC Bayern München beim Liga-Einstand von Trainer Pep Guardiolas Borussia Mönchengladbach mit 3:1 (Bericht und 758798 Bilder ).

Rundum glücklich war der Spanier mit dem Auftritt seiner Mannschaft aber nicht, er bemängelte im Anschluss bei der "ARD" "große Löcher" in der Hintermannschaft.

Schon in der Halbzeit lobte dagegen Bundestrainer Joachim Löw den Angriffswirbel des Triple-Siegers. "Bayern ist in der Offensive enorm stark", sagte Löw.

Für den meisten Gesprächsstoff in München sorgte allerdings der skurrile Doppel-Elfmeter.

SPORT1 hat die Stimmen von "Sky" und "ARD" zum Bundesliga-Start zusammengestellt:

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Wir sind zufrieden. Wir müssen das Spiel besser kontrollieren, die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit hatten wir große Löcher. Wir wussten, um die Geschichte der vergangenen Jahre. Mönchengladbach war für Bayern immer ein schwieriger Gegner. Bei einem großen Verein wie Bayern hast du nie Zeit, aber ich habe Vertrauen zu meinen Spielern. Es waren zwei Elfmeter."

Arjen Robben (FC Bayern): "Heute haben wir das teilweise gut gemacht und den Gegner unter Druck gesetzt. Es ist ganz klar, was der Trainer will. Wir sind noch nicht, wo wir sein müssen, aber heute hat es für einen guten Sieg gereicht. Allgemein können einige Dinge besser werden, aber das ist normal. Wir werden die nächsten Wochen noch besser. Für mich waren beide Situationen klare Elfmeter."

Philipp Lahm (FC Bayern): "Wichtig ist, dass man das erste Saisonspiel gewinnt, es war ein guter Start. Nach dem unglücklichen Gegentor hat der Gegner ein wenig Schwung bekommen. Wir sind jedoch nach 45 Tagen Vorbereitung froh, dass die Saison wieder begonnen hat." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Franck Ribery (FC Bayern): "Wir sind viel gelaufen, haben attackiert. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben, denn es war war ein schwieriges Spiel. Wir haben mit viel Spaß gespielt. Ich bin jetzt sehr müde. Guardiola ist ein guter Trainer, der viel Energie bringt und mit den Spielern redet. Wir haben schon ein bisschen Tiki Taka gespielt. Ich möchte es machen wie in Barcelona."

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es war ein gutes Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. So viele Torchancen haben wir in München selten gehabt. Es waren unnötige Gegentore. Es ist schade. Es gibt viel zu korrigieren. Für mich muss ein Elfmeter verdient sein. Ich respektiere die Schiedsrichter, das ist viel schwieriger als der Trainerjob. Ich wollte diesen Job nicht machen. Aber hier (bei den Elfmeterentscheidungen, d. Red.) war es nicht verdient, ein Tor zu schießen. Die Regeln sind nicht klar. Es muss klar sein, es muss fair sein."

Marc-Andre ter Stegen (Borussia Mönchengladbach): "Man kann nicht alles auf den Schiedsrichter schieben. Wir waren in der zweiten Halbzeit dran. Wir waren mutig, nach dem 1:2 haben wir gemerkt, dass was geht. Wir können viele positive Dinge mitnehmen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir müssen uns auf andere Gegner und auf andere Regionen einstellen. Der Schiedsrichter hat bei den Elfmetern Recht gehabt."

Martin Stranzl (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben es insgesamt gut gemacht und gute Konterchancen gehabt. So viele Chancen haben wir uns in München noch nie erspielt. Es war deshalb schade. Bei der Schiedsrichter-Schulung wurde gesagt: Wenn der Arm am Körper eine normale Bewegung macht, kann man, muss man aber nicht Elfmeter geben. Das ist Auslegungssache des Schiedsrichters."

Joachim Löw (Bundestrainer, zur Halbzeit): "Die Bayern spielen so, wie sie letzes Jahr aufgehört haben. Pep Guardiola hat schon seine eigenen Ideen, er wird einige Dinge im Laufe der Zeit ändern, aber er ist klug genug, nicht alles am Anfang zu ändern. Bayern war in der ersten Halbzeit sehr überlegen. Gladbach hatte Mühe, die Kontrolle zu behalten. Bayern ist in der Offensive enorm stark. Gladbach hat bei beiden Gegentoren in der Abwehr geschlafen."

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