Der FC Bayern eröffnet in der Allianz Arena die 51. Bundesliga-Saison © getty

Die weltbeste Mannschaft eröffnet mit Pep Guardiola gegen Gladbach die neue Bundesliga-Saison. SPORT1 hat die Fakten zur 51. Spielzeit.

Von Eric Böhm

München - Die Welt blickt auf die Bundesliga: Vor dem Start der 51. Saison steht das deutsche Oberhaus so stark im Rampenlicht, wie seit den goldenen 70er Jahren nicht mehr.

Das liegt natürlich vor allem am FC Bayern München, der die Spielzeit standesgemäß als aktueller Meister gegen Borussia Mönchengladbach (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE auf SPORT1.fm) eröffnet.

Die nach dem Triple-Gewinn unbestritten beste Mannschaft der Welt hat sich in Pep Guardiola auch noch den erfolgreichsten Trainer der vergangenen Jahre geangelt.

Entmutigen lässt sich die Konkurrenz von der vermeintlichen Übermacht jedoch nicht. Angeführt von Vize Borussia Dortmund eröffneten sie zuletzt verbal und sportlich - Siehe Supercup - bereits die Jagd.

"Wollen die Gejagten sein"

Bayern wäre aber nicht Bayern, wenn sie sich von solchen Psychospielchen einschüchtern ließen.

"Für uns zählt nur, gegen Gladbach gleich die ersten drei Punkte zuhause einzufahren. Es ist für uns einfacher, von vorne weg zu marschieren. Wir wollen die Gejagten sein", gibt sich Kapitän Philipp Lahm in der "Bild" selbstbewusst.

Die Bürde des Topfavoriten ist der Rekordmeister schließlich gewohnt. Alle 18 Bundesliga-Trainer erwarten die Schale am 10. Mai 2014 wieder in München.

Kein Alleingang

Eine Zweiklassengesellschaft im Stile Spaniens oder Englands befürchten die Verantwortlichen in der WM-Saison freilich nicht.

"Es gibt aus meiner Sicht keinen Anhaltspunkt dafür. Wir hatten in den letzten zehn Jahren fünf verschiedene Meister - also rechnerisch gesehen jedes zweite Jahr einen neuen Meister. Wir sollten die Liga nicht schlechtreden, wir haben einen tollen Wettbewerb", sagt Liga-Präsident Reinhard Rauball.

Supercup gibt Hoffnung

Neben dem keineswegs einseitigen Champions-League-Finale macht vor allem der Supercup Dortmund, Bayer Leverkusen, Schalke 04 und Co. Hoffnung.

Das gestiegene weltweite Interesse an der einheimischen Liga wurde schon beim Höhepunkt der Vorbereitung deutlich. In 195 Länder wurde der BVB-Erfolg übertragen. Beim Bundesliga-Auftakt 2013/2014 sind es nicht weniger. Das Spektakel kann beginnen.

SPORT1 gibt einen Fakten-Überblick zur neuen Bundesliga-Saison.

Die Top-Transfers

Auch in dieser Kategorie bestimmte der FC Bayern im Sommer die Schlagzeilen. Neben der Verpflichtung Guardiolas gelangen noch weitere Coups.

Zwar konnte Robert Lewandowski nicht vom BVB losgeeist werden. Dessen Ex-Teamkollege Mario Götze (für 37 Millionen Euro) und Guardiolas Wunschspieler Thiago Alcantara (25 Millionen) können sich dennoch sehen lassen.

Der Erzrivale investierte die Einnahmen aus der Champions League und dem Götze-Transfer vor allem in die drei Hochkaräter Rekord-Transfer Henrikh Mkhitaryan (27,5 Millionen), Pierre-Emerick Aubameyang (13) und den ehemaligen Bremer Sokratis (9,5).

Leverkusen schnappte sich Riesentalent Heung-Min-Son für zehn Millionen Euro vom Hamburger SV und investierte insgesamt 21 Millionen Euro.

Schalke besetzte mit Dortmunds Felipe Santana, Bochums Jungstar Leon Goretzka und dem Mainzer Torjäger Adam Szalai gezielt einige Schwachstellen.

Gladbach sicherte sich die Dienste des seit Januar an Schalke ausgeliehenen Brasilianers Raffael und Freiburgs Shooting-Star Max Kruse.

Neue Finanzkraft

Die Ausgaben sind aber kein Harakiri. Denn die Liga steht auch finanziell sehr gut da. Dank des neuen TV-Vertrages steigen die Einnahmen von 430 auf 560 Millionen Euro.

Bis 2016/2017 steigt diese Summe stufenweise sogar noch auf 673 Millionen. "Die Bundesliga hat die geringste Verschuldung der großen Ligen Europas", sagt Rauball.

Zudem dürfte auch der Zuschauer-Zuspruch nicht nachlassen. Zum fünften Mal in Folge wurde 2012/2013 die Marke von 13 Millionen Fans durchbrochen.

Neue Regel

Eine Änderung der Abseitsregel dürfte für neuen Diskussionsstoff bei den Fans sorgen.

Bei der Modifizierung durch den Weltverband FIFA wird das umstrittene passive teilweise abgeschafft.

Bisher steht ein Spieler im passiven Abseits, wenn er nicht an einer Angriffsaktion seiner Mannschaft beteiligt war.

Wenn er jedoch den Ball nach einer Abwehraktion des gegnerischen Verteidigers erhält und trifft, gilt der Treffer. Nach der neuen Auslegung würde der Stürmer nunmehr im aktiven Abseits stehen und das Tor aberkannt.

Die FIFA mit ihrer Neuerung verhindern, dass ein Stürmer, der nicht an der Angriffsaktion beteiligt ist, einen Vorteil aus dem Fehler des Verteidigers zieht.

Soll heißen: Erst wenn sich der Abwehrspieler wieder im Aufbauspiel befindet und er dann einen Fehlpass produziert, kommt der Ball vom Gegner und nicht mehr durch eine Abwehraktion.

Wer zeigt was?

Die Übertragungsrechte der Bundesliga teilen sich wie gehabt SPORT1, "Sky" und die öffentlich-rechtlichen Anstalten "ARD" und "ZDF". Neu dazu kommt "Bild plus".

SPORT1:

Bei SPORT1 laufen nach wie vor am Sonntag die Highlights von Freitag und Samstag bei Bundesliga Pur (So., 9.30 Uhr im TV auf SPORT1). Direkt im Anschluss folgt der Volkswagen Doppelpass (So. 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

In Bundesliga - Der Spieltag (So. ab 23 Uhr TV auf SPORT1) wird das komplette Geschehen des Wochenendes kompakt zusammengefasst.

Zudem überträgt SPORT1.fm ab dieser Saison alle 306 Bundesliga-Partien einzeln und in der Konferenz in voller Länge kostenlos im Radio.

SKY:

Der Pay-TV-Kanal überträgt alle Spiele live. Die Kosten belaufen sich auf 34,90 Euro pro Monat für den Profifußball, 46,90 Euro inklusive Champions League, Europa League und DFB-Pokal.

ARD:

Samstags ab 18.05 Uhr läuft die Sportschau. Die Highlights der Bundesliga beginnen ab 18.30 Uhr. Sonntags ab 21.45 Uhr werden bei den Regionalsendern die Zusammenfassungen der Sonntagsspiele gezeigt.

Live-Rechte für ein Spiel am 1. und 17. Spieltag (ausgewählt von der DFL).

ZDF:

Samstags ab 23.00 Uhr läuft im Sportstudio die erste Zusammenfassung des 18.30-Uhr-Spiels.

Bild plus:

Ab eine Stunde nach Spielende, also ca. 18.20 Uhr dürfen online wahlweise 90-Sekunden-Clips oder Sechs-Minuten-Zusammenfassungen gezeigt werden. Nur für Mobilgeräte und Computer. Kosten: 7,99 Euro.

Weiterlesen