SPORT1-Experte Thomas Strunz sieht noch viel Arbeit für den neuen Bayern-Coach, um sein Team von den Umstellungen zu überzeugen.

Hallo Fußball-Freunde,

noch eine Woche, dann gibt es endlich wieder Bundesliga-Fußball. Natürlich mit dem FC Bayern als klarem Favoriten.

Wenngleich Pep Guardiola in seinen ersten Wochen mit seinen vielen Umstellungen schon für einigen Wirbel gesorgt hat.

Guardiola will neue Reizpunkte setzen und den Hunger aufrecht erhalten. Muss er auch, weil die Mannschaft im letzten Jahr so erfolgreich war.

So hat er das vertraute 4-2-3-1-System aus dem letzten Jahr umgekrempelt und auch sonst viel ausprobiert.

Ich glaube aber, er wird in der Saison nicht so viel rotieren. Was vermutlich auch besser ist, weil Guardiola unter enormer medialer Beobachtung steht.

Er muss es schaffen, die Spieler hinter sich zu versammeln, dann kann er die Mannschaft noch unberechenbarer machen. Aber wenn es nicht so läuft, dann wird es unruhig werden.

So birgt auch der Transfer von Thiago Gefahren. Der Junge ist ein Riesentalent, hat bei der U21-EM herausragend gespielt und kennt die Mentalität von Pep Guardiola.

Aber in Barcelona war er meistens auf der Bank und hier ist er plötzlich unumstrittener Stammspieler. Da könnten die anderen wenig Verständnis für haben.

Guardiola braucht viel Fingerspitzengefühl, denn die Spieler - und nicht nur die - werden alles genau beobachten.

Deshalb macht es auch Sinn, Luiz Gustavo abzugeben, weil er bei den Bayern nicht regelmäßig spielen wird.

Der VfL Wolfsburg hat aber keine Chance auf eine Verpflichtung. Ich denke da eher an Vereine aus England.

Über einen Wechsel denkt anscheinend auch Robert Lewandowski permanent nach. Ich wünsche mir, dass er in den ersten beiden Spielen viele Tore für Dortmund schießt, damit endlich Ruhe reinkommt.

Am Ende liegt es aber bei Lewandowski selbst. Entweder er identifiziert sich mit Dortmund oder er kommt in Schwierigkeiten, weil er sich nicht entscheidend konzentrieren kann.

Ansonsten sehe ich den BVB sehr gut aufgestellt, aber in der Abwehr und im Sturm hätten sie noch was machen müssen.

Diese Zurückhaltung auf dem Transfermarkt hat mich etwas gewundert.

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz wechselt sich in dieser Saison als Experte im Volkswagen Doppelpass und bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Thomas Helmer und Mario Basler ab.

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