MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Helmut Hack ist seit der Saison 1996 Präsident der Spielvereinigung Greuther Fürth © getty

Die Franken sind auf der Suche nach einem neuen Coach noch nicht fündig geworden. Der Präsident hat Hoffenheims Kramer im Kopf.

Von Reinhard Franke

München - Die Trainersuche bei Greuther Fürth gestaltet sich schwierig.

Eine Woche ist es nun her, dass Mike Büskens bei den Franken überraschend vor die Tür gesetzt wurde, doch einen Nachfolger konnten die Verantwortlichen des Klubs noch nicht präsentieren.

Ein Kandidat hat sogar schon abgesagt: Favorit Ralph Hasenhüttl, Trainer von Zweitligist VfR Aalen, bleibt lieber auf der Ostalb.

Vor dem Spiel beim Hamburger SV (Sa., 15 Uhr im LIVE-TICKER) geht die Suche also weiter. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Es muss sich eine Kraft entwickeln"

"Ich habe gesagt, dass wir mit verschiedenen Personen, die für uns infrage kommen können, die Inhalte besprechen und und am Ende muss sich daraus eine Kraft entwickeln. Wir wissen ja noch gar nicht, wie es mit dem Ludwig Preis weiter geht. Ich will diese anstehenden Gespräche einfach wachsen lassen", sagte Fürts Präsident Helmut Hack im Gespräch mit SPORT1.

"Kein Trainer hat von uns ein Angebot bekommen, mit keinem Verein haben wir über die Freigabe eines Trainers gesprochen."

Im ersten Spiel nach Büskens gab es unter Interimscoach Ludwig Preis gegen Bayer Leverkusen immerhin ein achtbares 0:0.

Preis nur bis Saisonende

Ein Erfolg für Preis. Im Sommer soll dennoch ein neuer Coach das Kommando bei den "Kleeblättern" übernehmen. Laut Hack gibt es "einige Kandidaten".

Ein weiterer Name, der gehandelt wird, ist der ehemalige Fürther Spieler und Coach Frank Kramer. Aktuell ist er Trainer der U23 von 1899 Hoffenheim.

Kramer und Gisdol auf der Liste

Auch Markus Gisdol wird genannt. Der 43-Jährige war bis März 2011 Trainer der zweiten Mannschaft von 1899 Hoffenheim.

"Kramer und Gisdol sind durchaus Trainer, die wir uns vorstellen können", bestätigt Hack, der vor allem Kramer lobt: "Ich habe eine hohe Wertschätzung von Frank Kramer, aber in unseren internen Prozessen sind wir ganz sicher noch nicht durch."

"Weil das junge Spieler bei mir waren"

Hasenhüttl und auch Kramer kommen aus dem Umfeld von Fürth. "Ich kenne Frank Kramer und auch den Ralph Hasenhüttl, weil das alles junge Spieler bei mir waren, mit denen ich lange zusammen war, wo man sich kennen- und schätzen gelernt hat", sagte Hack.

"Deren beruflichen Weg habe ich logischerweise verfolgt. Ich weiß aber nicht, was am Ende herauskommt."

Der 40-Jährige Kramer steht noch bis 2014 in Hoffenheim unter Vertrag. Bei den Kraichgauern wirkte Kramer im vergangenen Dezember zudem als Interimscoach.

Sieben Jahre Spielertrainer

Passen würde Kramer. Der ehemalige Mittelfeldspieler trug als Amateur das Trikot der Fürther und arbeitete bis 2011 sieben Jahre als Spielertrainer und Coach bei der zweiten Mannschaft sowie als U-19-Übungsleiter in Fürth.

Hack setzt sich eine Deadline bei der Trainersuche: "Spätestens nach dem Spiel gegen Hoffenheim müssen wir eine Entscheidung getroffen haben, weil das ist das letzte Spiel, bei dem Ludwig Preis als Verantwortlicher die Mannschaft betreuen kann."

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