Hast bereits 14 Saisontore auf dem Konto: BVB-Stürmer Robert Lewandowski © getty

Der Wechsel des BVB-Stars zum FCB erhitzt die Gemüter. Sein Berater bestätigt SPORT1-Informationen. Der Kaiser will Lewa nicht.

Von Tom Vaagt

München - Robert Lewandowski kehrt zurück.

Ins Zentrum des Dortmunder Angriffs und ins Zentrum seiner ganz persönlichen Zukunftsdebatte. "Robert hat seine Entscheidung getroffen. Er allein bestimmt den Zeitpunkt, wann er sie verkünden wird", sagte Lewandowskis Berater Cezary Kucharski im polnischen Fernsehen.

Pünktlich zum Pokalkracher zwischen dem BVB und dem FC Bayern am Mittwoch (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) nehmen die Transferdiskussionen um den in der Bundesliga derzeit gesperrten Borussen-Stürmer wieder an Fahrt auf. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

SPORT1: Wechsel perfekt

Nach SPORT1-Informationen ist sich Lewandowski mit den Münchnern bereits über einen Wechsel einig. Kucharski bestätigte dies indirekt. Jedenfalls raubte er den Dortmundern auch die letzte Resthoffnung auf einen Verbleib des Stars.

"Wer Roberts Karriere verfolgt hat, wird wissen, dass er in keinem Verein länger als zwei Jahre gespielt hat. In Dortmund spielt er bereits in seiner dritten Saison. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird wissen, was das bedeutet", sagte der Berater. Auf SPORT1-Anfrage wollte sich Kucharski am Montag nicht äußern.

Lewandowski steht in Dortmund noch bis 2014 unter Vertrag. Bisher machten die Borussen zumindest öffentlich keine Anstalten, auf Transferverhandlungen einzugehen.

Klopp genervt

BVB-Trainer Jürgen Klopp reagierte am Montag zunehmend genervt auf das Thema. "Es ist mir eigentlich egal, was Herr Kucharski zu welchem Zeitpunkt oder in welchen Sendungen sagt", meinte der Coach: "Ich bin über alles informiert, was Robert über Fußball denkt. Er ist voller Tatendrang."

Wohl eher früher als später muss sich Klopp aber wohl mit mehr als den sportlichen Perspektiven rund um seinen Mittelstürmer auseinandersetzen. Wie sehr Lewandowski dem Spiel der Dortmunder bei einem Abgang fehlen würde, war bereits in den vergangenen Wochen zuweilen zu beobachten.

"Er ist nicht ersetzbar"

Seit der Roten Karte gegen den Hamburger SV steht Lewandowski dem deutschen Meister nicht zur Verfügung. Zwar reichte es seitdem zu einem 3:0 gegen Eintracht Frankfurt. Doch das Spiel gegen den HSV endete 1:4, auch am Sonntag gab es bei Borussia Mönchengladbach in Abwesenheit des Polen nur zu einem 1:1.

"Da hat man gesehen, dass Lewandowski nicht zu ersetzen ist", sagte SPORT1-Experte Thomas Berthold: "Gegen die Bayern könnte er wieder glänzen. Er ist einer, der Spiele entscheiden kann, auch die Transfergerüchte werden ihn nicht beeindrucken."

Der Kaiser will Lewa nicht

Vielleicht aber die Aussagen von Franz Beckenbauer. Bayerns Ehrenpräsident kann sich für einen Transfer des Stürmers nach München nicht so recht erwärmen.

"Wir haben schon drei Stürmer", sagte der 67-Jährige bei "Sky": "Ein großer Transfer macht für mich wenig Sinn. Ich würde Lewandowski natürlich nehmen, ihm aber in Aussicht zu stellen, dass er auch spielt, dürfte schwierig werden."

Das Pokal-Viertelfinale steht für den Polen somit auch unter dem Motto: Vorspielen und den Kaiser überzeugen.

Dabei ist fraglich, ob Beckenbauers Stürmerrechnung aufgeht: Der Vertrag von Claudio Pizarro läuft im Sommer aus. Das konnte den nötigen Platz im Kader schaffen. Die Zukunft von Nationalstürmer Mario Gomez beim Rekordmeister scheint zudem ungewiss.

Dzeko Kandidat für BVB?

Zuletzt war bereits über einen Austausch der beiden Top-Stürmer spekuliert worden: Lewandowski zu den Bayern, Gomez zum BVB. Nach SPORT1-Informationen kommt für Gomez bei einem Abgang aus München jedoch nur ein Wechsel ins Ausland infrage.

Ein Kandidat für die Borussia könnte Edin Dzeko sein. Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig kündigte am Montag seine Rückkehr nach Deutschland an.

"Ich liebe die Bundesliga und werde auch in die Bundesliga zurückkehren", sagte der noch bis 2015 an Manchester City gebundene Angreifer dem "kicker".

Die Zeitpunkt für einen etwaigen Wechsel ließ der ehemalige Wolfsburger offen. Dennoch scheint klar: Auch Edin Dzeko kehrt zurück.

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