Ludwig Preis kam 2012 vom SC Eltersdorf zu Greuther Fürth © getty

Das Schlusslicht schöpft nach dem 0:0 gegen Leverkusen dank des Interimstrainers Hoffnung. Hack bestätigt Kontakt zu Hasenhüttl.

Von Felix Götz

München - Ludwig Preis atmete tief durch, die Erleichterung war ihm ins Gesicht geschrieben.

Der Interimscoach hatte mit seinen Fürthern soeben ein 0:0 gegen Bayer Leverkusen (Spielbericht) erkämpft.

"Wir haben das sehr gut gemacht. In der Mannschaft ist etwas passiert", sagte der 41-Jährige, der eigentlich die U-23-Mannschaft der Franken trainiert, bei LIGA total!.

Auch Helmut Hack war zufrieden.

"Das war über weite Strecken so, wie ich mir das gewünscht habe. Wir haben uns zurückgemeldet, viele hatten uns ja für tot erklärt. Der Glaube ist nach Fürth zurückgekehrt", meinte der Präsident des Aufsteigers bei "Sky".( 679380 DIASHOW: Der 23. Spieltag )

Fürths Ziel: Endspiel gegen Augsburg

Für Fürth war es das erste Spiel ohne Gegentor seit dem 24. November 2012.

Verbessert hat sich die Situation der "Kleeblätter", die mit dem 18-jährigen Thomas Pledl und dem 19-jährigen Johannes Geis gleich zwei Bundesliga-Debütanten in der Startelf aufboten, allerdings nicht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Noch immer sind die Fürther Tabellenletzter, der Rückstand auf den Relegationsplatz ist auf fünf Zähler angewachsen und die Partie gegen Leverkusen war zwar leidenschaftlich, aber keine spielerische Glanzleistung.

"Wir sind nicht abgeschrieben, es ist noch alles möglich. Wir müssen daran glauben", sagte Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann dennoch.

Und Pledl verwies auf den letzten Spieltag dieser Saison, an dem Fürth in Augsburg ran muss. Dort erhofft sich der Youngster "ein Endspiel" um den Klassenerhalt.

Kontakt zu Hasenhüttl

Stellt sich die Frage, unter welchem Übungsleiter es nach der Entlassung von Mike Büskens weitergehen soll. Preis, der in Hacks Tee-Fabrik arbeitet, ist keine Dauerlösung.

"Wir möchten einen Trainer, der zu uns passt. Wir haben die ersten Gespräche schon geführt", erklärte Hack.

Kontakt haben die Fürther unter anderem zu Ralph Hasenhüttl aufgenommen. Der 45-jährige Österreicher spielte von 2000 bis 2002 für die Spielvereinigung und hat derzeit beim Zweitligisten VfR Aalen das Sagen.

Schupp will Hack abweisen

"Wenn Herr Hack anruft, muss ich ihn abweisen. Ralph hat ein gültiges Arbeitspapier bis 2014 und den Vertrag wird er auch erfüllen", hatte allerdings Aalens Manager Markus Schupp bei "Hattrick - Die 2. Bundesliga" auf SPORT1 bereits eine Absage erteilt.

Hasenhüttl selbst äußerte sich zurückhaltend: "Ich bin Trainer des VfR Aalen. Ich habe nicht vor, diese Gerüchte irgendwie zu kommentieren, deswegen sage ich dazu gar nichts."

Die Fürther möchten den neuen Coach jedenfalls besonnen auswählen. "Wir werden - ohne zu schlafen - sorgfältig abwägen", stellte Hack klar.

Es ist also gut möglich, dass auch beim kommenden Auswärtsspiel beim Hamburger SV Preis auf der Bank sitzen wird.

Leverkusen enttäuscht

Während bei Fürth Hoffnung aufkeimte, waren die Leverkusener ganz schön enttäuscht. Defensiv stand Bayer zwar gut, nach vorne kam unter dem Strich allerdings zu wenig.

"Wir ärgern uns, dass wir zwei Punkte liegen gelassen haben", meinte Philipp Wollscheid.

Bayer konnte das 1:1 von Borussia Dortmund in Gladbach nicht nutzen und bleibt mit einem Zähler Rückstand auf den BVB Dritter.

Sieben Spiele, ein Sieg

"Wir haben uns unheimlich schwer getan. Fürth hat das gut gemacht", räumte Stefan Kießling ein.

Insgesamt läuft es für Bayer in den vergangenen Wochen nicht mehr so rund. Wettbewerbsübergreifend gewannen die Leverkusener von den letzten sieben Spielen nur ein einziges.

Am Samstag geht es für das Team von Trainer Sascha Lewandowski und Teamchef Sami Hyypiä gegen den VfB Stuttgart weiter.

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