Arjen Robben (l.) und Javi Martinez erzielten die ersten beiden Tore der Bayern © imago

Nach Bayerns Torfestival gegen Werder spricht Arjen Robben über Erfolgshunger, die Stimmung im Team und den Hit gegen Dortmund.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Den Fahrplan hatte Arjen Robben gekannt, frühzeitig um seine Rückkehr in die Anfangsformation gegen Werder Bremen gewusst (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Genossen hat der Niederländer seinen Auftritt dennoch, zumal der auf sechs Positionen veränderte FCB die Norddeutschen mit 6:1 abfrühstückte (Bericht).

Robben machte dabei den wichtigen ersten Treffer, beim perfekt getimten Flankenball von Philipp Lahm lauerte auch Franck Ribery. Robben war aber torhungriger - und schneller ( 679380 DIASHOW: Der 23. Spieltag ).

Beim Kracher im DFB-Pokalviertelfinale gegen Dortmund dürfte Robben wieder von Anfang an dabei sein, Ribery fehlt gesperrt. Eine Chance für Robben wie auf dem Silbertablett.

Für den 29-Jährigen geht es dann darum zu zeigen, dass er es womöglich auch schafft an Thomas Müller vorbei ins Team zu kommen.

Im Pressebereich der Münchner Arena berichtete er von seinen Ambitionen, dem aktuellen Spaßfaktor beim FCB und von der Vorfreude auf das Match gegen Schwarzgelb.

Frage: Herr Robben, Sie standen gegen Werder in der Startelf. Wie wichtig war dieser Einsatz von an für Sie persönlich?

Robben: Das Wichtigste war, dass wir im Rhythmus bleiben. Ich freue mich vor allem auch für die anderen Spieler, es waren sechs neue Leute auf dem Platz. 6:1: das sieht einfach aus, ist es aber nicht, wenn du ohne Spielpraxis in so ein Spiel reinkommst. Ein großes Kompliment an alle Spieler.

Frage: Sie haben den Eindruck gemacht, zeigen zu wollen: Ich gehöre in die Mannschaft.

Robben: Ich habe das schon öfter gesagt: Es gibt Leute, die wollen Dinge sehen, die nicht da sind. Wenn ich auf dem Platz bin, spiele ich einfach Fußball und nicht irgendwie anders als sonst. Es macht einfach Spaß, wieder auf dem Feld zu stehen.

Frage: Nach dem 3:1-Sieg über Arsenal gab es in der Bundesliga keinen Einbruch, die Motivation scheint riesig. Wie schafft es der FCB, die Motivation so hochzuhalten?

Robben: Das ist nicht so schwer, wenn es läuft, ist es doch eine große Freude, in solch einer Mannschaft zu spielen. Dann ist Fußball eine große Freude und ich meine auch ein sehr schöner Sport.

Frage: War das die ideale Vorbereitung für die Pokal-Partie gegen Dortmund?

Robben: Ich glaube nicht, dass die beiden Spiele so viel miteinander zu tun haben. Das wird gegen Dortmund wieder ein ganz anderes Spiel. Dann wird es auf kleine Details ankommen.

Frage: Der Gegner im Pokal ist zugleich der erste Verfolger in der Bundesliga.

Robben: Wenn Dortmund auf unserem Weg steht, müssen wir sie schlagen.

Frage: Denken Sie noch an das verlorene Pokalfinale, die 2:5-Klatsche von Berlin?

Robben: Das ist abgehakt. Jetzt spielen wir eine neue Saison und es gibt neue Titel zu verteilen. Dann müssen wir da sein, wenn die tatsächlich vergeben werden.

Frage: Und wie sehr ärgert Sie das Gegentor gegen Werder?

Robben: Wenn man kritisch sein will, kann man da was finden. Nach dem 4:0 waren wir nicht mehr so konzentriert, dann kann man ein Gegentor kassieren. Das ist nicht schön - vor allem nicht für Manu.

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