Hoffenheim trudelt nach der Pleite in Augsburg dem Abstieg entgegen. Doch Mitleid muss man mit der Söldner-Truppe nicht haben.

23 Spieltage hat es gedauert, bis 1899 Hoffenheim dort angekommen ist, wo der Verein emotional und von der Leistung her schon seit Wochen steht: Auf einem direkten Abstiegsplatz.

Sehenden Auges trudelt das kopf- und führungslose Team dem Untergang entgegen.

Ähnlich wie in den vergangenen Jahren Klubs wie Eintracht Frankfurt oder Hertha BSC, die wie diesmal die hoch gezüchteten Hoffenheimer vom Europapokal träumten statt den Abstiegskampf anzunehmen.

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Und es spricht derzeit fast alles dafür, dass dem Millionen-Team von Dietmar Hopps Gnaden das gleiche Schicksal droht.

Mitleid muss man mit Hoffenheim keines haben.

Nicht deshalb, weil damit die selbst ernannten Traditionalisten wie Hans-Joachim Watzke oder Heribert Bruchhagen den angeblich neureichen Retorten-Klub wieder los wären.

Sondern, weil das Team seinen schlechten Ruf als Söldner-Truppe seit Monaten immer wieder aufs Neue bestätigt.

Angefangen mit dem 0:4-Desaster beim Viertligisten Berliner AK in der ersten Pokalrunde ist die ganze Saison eine einzige Katastrophe.

Das 1:2 im Kellerduell am Samstag beim FC Augsburg bildete den Tiefpunkt, wenn auch wohl nur den vorläufigen.

Auch in diesem so entscheidenden Spiel präsentierte sich die Mannschaft, in der elf aktive oder ehemalige Nationalspieler im Kader stehen, leblos und lustlos.

Im Team stimmt nichts, die Talfahrt hat sich seit dem Amtsantritt von Manager Andreas Müller im Herbst und Trainer Marco Kurz zur Rückrunde sogar noch verschlimmert.

Geht der Absturz so weiter, wäre es verwunderlich, wenn Mäzen Hopp nicht nach dem letzten Strohhalm greift.

Spannend ist dabei nur die Frage, ob der Trainer oder der Manager zuerst gehen müssen - oder beide zusammen.

Argumente für ihre Weiterbeschäftigung liefern sie aber ebenso wenig wie die Mannschaft. Deren desolaten Auftritt in Augsburg bezeichnete Kurz als "ungenügend" - schlechter geht es eben nicht.

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