Ivica Olic (l. mit Diaz) wechselte im Sommer vom FC Bayern München zum VfL Wolfsburg © getty

Gegen Wolfsburg kommt der FSV in Überzahl nicht über ein Remis hinaus und tritt auf der Stelle. Die "Wölfe" verlieren Madlung.

Mainz - Der FSV Mainz 05 verliert die Europacup-Teilnahme immer mehr aus den Augen.

Die Rheinhessen kamen trotz langer Überzahl am 23. Spieltag nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den VfL Wolfsburg hinaus und warten damit seit vier Partien auf einen Sieg.

Durch das Unentschieden müssen auch die Wolfsburger ihre Europapokal-Träume wohl endgültig begraben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Niki Zimling traf für den FSV (5.), Naldo für den VfL (15. ). Der Wolfsburger Alexander Madlung wurde in der 30. Minute wegen einer Notbremse vom Platz gestellt.

Benaglio patzt

Vor 27.175 Zuschauern in der Mainzer Arena vergaben die Wolfsburger, bei denen der Brasilianer Fagner fehlte, bereits nach 18 Sekunden die große Chance zur Führung.

Der Mainzer Außenverteidiger Junior Diaz klärte den Schuss von VfL-Torjäger Bas Dost vor der Torlinie.

Vier Minuten später fiel das Tor auf der anderen Seite. Nach einem haarsträubenden Fehler des Wolfsburger Torwarts Diego Benaglio erzielte der dänische Neuzugang Zimling sein erstes Bundesligator.

Dost und Olic scheitern

Auch im Anschluss an den Treffer ging das Spektakel bei Schneefall weiter. ( 679380 DIASHOW: Der 23. Spieltag )

Die Wolfsburger Mannschaft von Trainer Dieter Hecking, der am 11. Spieltag bereits als Coach des 1. FC Nürnberg in Mainz zu Gast gewesen war (1:2), drängte auf den Ausgleich.

Dost und Ivica Olic konnten eine Doppelchance aber nicht nutzen (11.).

Naldo erzielt den Ausgleich

Die Mainzer, die ohne Niko Bungert, Jan Kirchhoff, Eric Maxim Choupo-Moting und den gesperrten Shawn Parker auskommen mussten, wurden in dieser Phase in die Defensive gedrängt.

Die Elf des dick eingepackten Trainers Thomas Tuchel, der in den vergangenen Tagen wegen einer Grippe das Bett hatte hüten müssen, offenbarte große Probleme in der Abwehr.

Der vierte Saisontreffer des brasilianischen Innenverteidigers Naldo war die logische Konsequenz.

"Wir sind enttäuscht über das Ergebnis und die Art und Weise unseres Spiels. Wir waren nicht bereit, so sorgfältig gegen den Ball zu spielen wie zuletzt gegen Schalke. Zudem haben wir es über 90 Minuten nicht geschafft, uns sauber durchzukombinieren" erklärte Mainz' Co-Trainer Arno Michels.

"Wir haben ab der ersten Sekunde gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Meine Mannschaft hat nach dem Platzverweis ein Spiel hingelegt, wie ich es nicht erwartet hatte. So wollen wir Fußball spielen. Das war ein großer Schritt nach vorne", betonte Hecking.

Madlung fliegt vom Platz

Der FSV, der am Dienstag im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den SC Freiburg antreten muss, erholte sich rasch von dem Gegentor und übernahm nach knapp 20 Minuten das Kommando.

Nach einer halben Stunde sah VfL-Verteidiger Madlung wegen einer Notbremse gegen Nicolai Müller die Rote Karte.

Tuchel verärgert

Zu Beginn des zweiten Durchgangs beruhigte sich das Spiel, gefährliche Szenen in den Strafräumen waren zunächst Mangelware.

Dem VfL war die Unterzahl nicht anzumerken, Mainz konnte keinen Druck aufbauen und leistete sich zum Ärger Tuchels zahlreiche Fehler.

Wolfsburg hielt in dieser Phase problemlos das Unentschieden.

Erst in der 64. Minute kamen die Mainzer dem zweiten Treffer wieder nahe. Angreifer Adam Szalai vergab allerdings die Möglichkeit. Sechs Minuten später sorgte ein abgefälschter Schuss von Zdenek Pospech für große Gefahr vor dem Wolfsburger Tor.

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