Intensives Spiel in Freiburg: Frankfurt verteidigt Rang vier © getty

Im Duell der Überraschungsteams verteidigt Frankfurt Rang vier. Freiburg ist zwar überlegen, vergibt aber beste Siegchancen.

Freiburg - Der SC Freiburg hat den Sprung auf den vierten Tabellenplatz und seine beste Bundesliga-Platzierung seit 18 Jahren verpasst.

Die Breisgauer kamen im Duell mit Eintracht Frankfurt nicht über ein 0:0 hinaus und liegen im Klassement damit weiter hinter dem bisher überraschend starken Aufsteiger.

Zudem könnten am Samstag sowohl der Hamburger SV als auch der FSV Mainz 05 an den Freiburgern vorbeiziehen und den fünften Platz übernehmen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Streich: "Das nötigt mir Respekt ab"

Freiburgs Trainer Christian Streich war dennoch mit dem Auftritt seines Teams zufrieden: "Frankfurt war in der ersten Halbzeit besser. Wie wir in der zweiten Halbzeit gearbeitet haben und uns Torchancen erarbeitet haben, nötigt mir Respekt ab."

Eintracht-Coach Armin Veh bewertete den Spielverlauf ähnlich: "In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel gut im Griff, haben die Situationen aber nicht richtig ausgespielt, sonst hätten wir uns auch gute Torchancen erarbeitet. In der zweiten Halbzeit war Freiburg dann besser."

Frankfurt ohne Inui und Lakic

Vor 23.400 Zuschauern bestimmten die Frankfurter die Anfangsphase. Die Gäste, bei denen der gesperrte Japaner Takashi Inui und der verletzte Neuzugang Srdjan Lakic fehlten, machten allerdings nichts aus ihrer Überlegenheit.

Echte Torchancen konnte sich die Mannschaft von Trainer Armin Veh bei eisigen Temperaturen im Breisgau nicht erarbeiten. Die beste Möglichkeit hatte noch Stefan Aigner in der 17. Minute.

Die Gastgeber, die ohne Vegar Eggen Hedenstad, Sebastian Freis und Hendrick Zuck auskommen mussten, hatten große Probleme beim Spielaufbau.

Zudem verloren die Freiburger, die am kommenden Dienstag im Viertelfinale des DFB-Pokals in Mainz antreten, die meisten Zweikämpfe im Mittelfeld. Die Frankfurter waren bissiger und zielstrebiger. ( 679380 DIASHOW: Der 23. Spieltag )

Überschaubares Niveau

Auch Mitte der ersten Hälfte änderte sich nichts am Geschehen, Frankfurt bestimmte das Spiel.

Richtig erwärmen konnten sich die frierenden Zuschauer aber auch nicht am Auftritt der Hessen, das Niveau der von beiden Seiten intensiv geführten Begegnung hielt sich über weite Strecken in überschaubaren Grenzen.

Fehlpässe und Missverständnisse prägten das Bild, beide Defensivreihen wurden kaum vor Probleme gestellt. Nur der Frankfurter Alexander Meier sorgte für einen Hauch von Gefahr (26.), musste am Ende aber weiter auf seinen 13. Saisontreffer warten.

Nach Pause wenig Steigerung

Gegen Ende der ersten Hälfte kam ein wenig Hektik auf, der Freiburger Daniel Caligiuri und der Frankfurter Karim Matmour - früher in Diensten des SC - sahen Gelb.

Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Gemüter wieder beruhigt. So plätscherte die Partie lange ohne große Aufgreger dahin, die meisten Szenen spielten sich im Mittelfeld ab. Die Fehlerquote war auf beiden Seiten extrem hoch.

Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Platzherren dann aber das Kommando und kamen besonders nach Standards zu guten Möglichkeiten.

Celozzi klärt zweimal auf der Linie

Nach rund einer Stunde sorgten Kopfbälle von Jan Rosenthal (64.) und Matthias Ginter (65.) für Gefahr - Stefano Celozzi konnte die Kugel jeweils im letzten Moment von der eigenen Torlinie kratzen.

In der 76. Minute scheiterte dann Max Kruse völlig freistehend am Frankfurter Torwart Kevin Trapp, der den Schuss des Freiburgers aus rund zwölf Metern glänzend abwehrte.

Frankfurt verzichtet auf Risiko

Für einen Schussspurt mit weiteren guten Möglichkeiten schienen den Platzherren dann Mittel und Kräfte zu fehlen. Der SCF suchte zwar immer wieder den Weg nach vorn, ließ es in seinen Kombinationen aber an Struktur vermissen.

Viele Aktionen verpufften folglich ohne große Wirkung. Die Frankfurter schienen hingegen früh mit dem Unentschieden zufrieden zu sein. Die Hessen suchten kaum noch das Risiko und beschränkten sich beinahe ausschließlich darauf, die Räume zu verengen.

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