Kevin Trapp (r.) hat in dieser Saison bislang alle Bundesliga-Spiele bestritten © getty

Frankfurts Keeper Trapp macht sich bei SPORT1 für den Trainer stark. In Freiburg will er die 40-Punkte-Marke knacken.

Von Thorsten Langenbahn

München - Er hat die meisten Großchancen aller 18 Bundesliga-Torhüter vereitelt, für viele Experten gehört er zu den besten Keepern in Deutschland: Kevin Trapp.

Im Sommer wechselte er von Absteiger 1. FC Kaiserslautern zu Aufsteiger Eintracht Frankfurt, womit sein eigener Aufstieg richtig losging.

Der U-21-Nationalspieler verdrängte Eintracht-Urgestein Oka Nikolov als Nummer eins und ist inzwischen sicherer Rückhalt in der Mannschaft von Trainer Armin Veh.

Eintracht-Höhenflug dank Trapp

Trotz der 0:3-Niederlage bei Borussia Dortmund am 22. Spieltag (Nachbericht) liegen die Frankfurter als Tabellenvierter mit 37 Punkten mehr als im Soll - auch dank Trapp.

Im SPORT1-Interview spricht der 22-Jährige über die magische 40-Punkte-Grenze, das Auswärtsspiel beim SC Freiburg, die Vertragsverlängerung von Veh und seine Rolle in der deutschen U 21-Nationalmannschaft.

SPORT1: Herr Trapp, die 40-Punkte-Marke hat die Eintracht in Dortmund verpasst. Ist der Klassenerhalt nur aufgeschoben? (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Kevin Trapp: Es wäre natürlich schön gewesen, die 40-Punkte-Marke dort zu erreichen, aber es sollte nicht sein. Ich denke, wir haben trotz der Niederlage insgesamt ein gutes Spiel gemacht.

SPORT1: Welchen Anteil hat Trainer Armin Veh am Erfolg der Eintracht?

Trapp: Er spielt eine ganz, ganz große Rolle. Aber nicht nur er, sondern alle Verantwortlichen, die über den Kader entschieden und überlegt haben, wie sie die Mannschaft zusammenstellen. Er ist schon lange dabei und hat eine gewisse Erfahrung. Das merkt man, wie er mit uns umgeht, wie er die Spieler anfasst und uns führt. Es macht Spaß mit ihm, weil er wirklich ein guter Trainer ist. Ich glaube, diesen Spaß sieht man auch auf dem Platz.

SPORT1: Wenn die 40 Punkte erreicht sind, soll es erste Vertragsgespräche mit ihm geben. Wie bedeutend wäre es, dass er weiter bei der Eintracht bleibt?

Trapp: Ich glaube, nicht nur ich, sondern alle in der Mannschaft wünschen sich, dass er weitermacht. Wie gesagt: Er ist ein sehr wichtiger und sehr guter Trainer für uns. Aber da gibt es andere Leute, die darüber entscheiden. Ich denke, wir sollten erstmal die 40 Punkte holen, dann werden die Verantwortlichen schon wissen, was sie machen.

SPORT1: Derzeit sind Sie bei SPORT1 der notenbeste Bundesliga-Torhüter. Schmeichelt Ihnen das?

Trapp: Das ist natürlich eine schöne Sache, wenn die eigene Leistung so honoriert wird. Aber das sind Dinge, die mich kaum beschäftigen. Ich versuche Woche für Woche, meine Leistung zu bestätigen und mich immer zu verbessern. Ich werde jetzt aber nicht jeden Montag auf die Notenliste schauen und mich fragen, warum ich diese oder jene Note bekommen habe.

SPORT1: Am Freitag geht es zum SC Freiburg. Was ist für Ihr Team drin im Duell zweier Überraschungsteams dieser Saison?

Trapp: Es wird mit Sicherheit kein einfaches Spiel werden. Freiburg ist taktisch sehr gut eingestellt. Aber wir fahren da hin, um zu gewinnen und die drei Punkte mit nach Frankfurt zu nehmen.

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