Der 1. FC Nürnberg ist seit Ende September 2012 im eigenen Stadion unbesiegt © imago

Nürnberg hat gegen Hannover ein klares Ziel, Trainer Wiesinger stellt Forderungen. Der VfB will in Hoffenheim den Absturz bremsen.

München - Der 1. FC Nürnberg strebt ohne große personelle Sorgen gegen Hannover 96 (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) das achte Heimspiel in Serie ohne Niederlage an.

Der Club ist seit Ende September 2012 im eigenen Stadion unbesiegt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Wir brauchen eine gute Struktur, und die Balance zwischen Offensive und Defensive muss stimmen", sagt Trainer Michael Wiesinger, der lediglich auf Mittelfeldspieler Timo Gebhart (Leistenblessur) verzichten muss.

Gegen den Europa-League-Teilnehmer aus Niedersachsen müsse seine Mannschaft allerdings "konzentriert und wach" sein und wieder "an die Leistungsgrenze gehen", um eine Chance auf den Sieg zu haben.

Hannover zähle vor allem im Angriff zu den Top-Teams der Liga und sei "unberechenbar", so Wiesinger.

"Nürnberg unter Druck setzen"

Für Hannovers Coach Mirko Slomka gibt seine Mannschaft selbst das ein oder andere Rätsel auf - speziell nach der 1:3-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League bei Anschi Machatschkala.

"Wir sollten versuchen, Nürnberg offensiv zu attackieren, anzugreifen und unter Druck zu setzen", mahnt Slomka daher.

Und ergänzt: "Wir brauchen uns nicht zu verstecken und haben deutlicher als zuletzt die Möglichkeiten, auswärts nach vorne zu spielen."

Bobic erinnert an 40-Punkte-Marke

Beim verunsicherten VfB indes geht angesichts der jüngsten Niederlagen-Serie der Blick nach unten vor dem Südwest-Derby gegen 1899 Hoffenheim (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER).

"Man sollte sich nicht zu sicher sein. Unser Ziel heißt jetzt erst einmal 40 Punkte. Aber momentan machen wir zu viele Fehler", betont Fredi Bobic, der in der Europa League jüngst vergeblich auf die sportliche Wende gehofft hatte

"Wir hätten in unserer Situation so ein dreckiges 1:0 gut gebrauchen können", hatte der Sportdirektor der Schwaben nach dem späten 1:1 gegen Genk erklärt.

Denn: 25 Zähler hat der VfB bisher geholt, seit mehr als zwei Monaten aber kein Ligaspiel gewonnen.

Labbadia nerven Wiederholungfehler

Stuttgarts Coach Bruno Labbadia hofft derweil, dass sein Team "Fehlerketten" und "unnötige Ballverluste" wie zuletzt endlich vermeidet.

Man könne ja schon sagen: "Und täglich grüßt das Murmeltier, so wie wir Tore kassieren."

Allerdings bleibt die personelle Situation angepannt: Daniel Didavi fehlt wegen Knieproblemen weiter. Ungewiss ist überdies der Einsatz von Tunay Torun (Wadenblessur).

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

1. FC Nürnberg - Hannover 96 (ab 15.30 Uhr)

Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Simons - Kiyotake, Balitsch, Feulner, Frantz - Pekhart

Hannover: Zieler - Chahed, Djourou, Schulz, Pander - Schmiedebach, da Silva Pinto - Ya Konan, Schlaudraff, Huszti - Diouf (Abdellaoue)

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)

1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart (ab 17.30 Uhr)

Hoffenheim: Gomes - Beck, Abraham, Delpierre, Johnson - Williams, Polanski - Ochs, Volland, Usami - de Camargo

Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Kvist, Gentner - Harnik, Holzhauser, Okazaki (Traore) - Ibisevic

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

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