Dortmund glänzt gegen Frankfurt - trotz Unterzahl und ohne nominellen Angreifer. Bayern darf für den Hit voraus planen.

Womöglich hat Julian Schieber ganz unabsichtlich Borussia Dortmund einen großen Gefallen getan.

Gegen Frankfurt sollte der Joker eine Hauptrolle bekommen, schließlich fehlt der gesperrte Robert Lewandowski dem BVB, inklusive der Partie gegen die Hessen, drei Spiele.

Doch Schieber flog mit Gelb-Rot vom Platz. Ob berechtigt oder nicht - 60 Minuten musste der BVB zu zehnt auskommen und probte so gleich ein ziemlich reizvolles System ohne zentralen Stürmer.

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Zugleich stand Schieber, als er noch auf dem Platz mitwirkte, brav für einen anderen Spalier.

Denn als Vollstrecker tat sich Marco Reus hervor, in beneidenswerter Effizienz verwertete er binnen 94 Sekunden zwei Chance zur frühen 2:0-Führung. Super-Marco, eben.

Und den finalen Punch ließ sich der Nationalspieler gleichfalls nicht nehmen.

Aktuell testen die Dortmunder notgedrungen, wie es ohne Lewandowski beziehungsweise ganz ohne Stürmer geht. Es ist mehr als ein Probelauf.

Denn Lewandowski wird den Verein nach SPORT1-Informationen Richtung München verlassen, der Theaterdonner und die eifrigen Dementi auf Dortmunder Seite gehören dazu.

Nach dem Pokalviertelfinale Bayern - Dortmund sollte der Vorhang fallen, die Partie dürfte ohnehin die einzig spannende Angelegenheit werden, was den Kampf um die Vorherrschaft in Deutschlands Fußball anbetrifft.

So uneinholbar und so kraftstrotzend steuert der FCB die Meisterschale an. Trotz allen Wolfsburger Mühens erarbeiteten sich die Münchner ohne irgendeinen schwachen Moment den 2:0-Erfolg.

Selbst ein Unentschieden gegen den Rekordmeister zu erringen, erscheint im Moment für die meisten Bundesligisten so aussichtsreich wie ein Transferangebot an Cristiano Ronalo.

15 Punkte Vorsprung sind für Bayern ein gigantisches Pfund, gegen Werder dürfte Bayern-Coach Jupp Heynckes daher kräftig die Rotationsmaschine anwerfen.

Nach dem Hit im Champions-League-Achtelfinale bei Arsenal ist vor dem Gipfel gegen Dortmund.

Klopp wird in der Partie übrigens auch rotieren, Lewandowski ist ja im Pokal nicht gesperrt. Und in Reus hat er ohnehin - mit freundlicher Schieber-Unterstützung - schon seinen Tarnkappen-Stürmer entdeckt.

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