Sebastian Prödl (r., mit Caliguiri) kam 2008 von Sturm Graz zu Werder Bremen © getty

In einem packenden Spiel gewinnen die Breisgauer nach einer bravourösen Leistung. Werder zeigt sich nicht kaltschnäuzig genug.

Bremen - Fehlstart für Werder Bremen und Thomas Eichin: Unter den Augen ihres neuen Sportdirektors kassierten die Norddeutschen nach zwei Siegen in Folge gegen den SC Freiburg eine 2:3-Heimniederlage.

Für die Gäste war es nach zwölf Jahren der erste Dreier gegen die Platzherren, Freiburg darf nach nur einer Niederlage in den letzten acht Spielen auf Platz fünf mehr denn je von einem Europacup-Start träumen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Vor 38.498 Zuschauern im fast ausverkauften Weserstadion brachte ausgerechnet der Ex-Bremer Max Kruse Freiburg in der 36. Minute mit einem Flachschuss in Führung. ( 676516 DIASHOW: Der 22. Spieltag )

Drei Minuten später gelang Nils Petersen auf Vorarbeit des Belgiers Kevin de Bruyne der Ausgleichstreffer.

Caligiuri sorgt für Vorentscheidung

Für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte Daniel Caligiuri, der in der 54. Minute einen an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter verwandelte.

Zehn Minuten später erzielte Petersen mit seinem elften Saisontreffer den erneuten Ausgleich, ehe Matthias Ginter (71.) Freiburg zum dritten und letzten Mal in Führung schoss.

Die Hanseaten erarbeiteten sich in der Anfangsphase zwar eine leichte Feldüberlegenheit, doch die Offensivaktionen waren zu durchsichtig angelegt.

Das Team aus dem Breisgau hatte keine Mühe, Gefahrensituationen vor dem eigenen Tor im Keim zu ersticken.

Allerdings fehlte den Platzherren auch der grippegeschwächte Mittelfeldantreiber Aaron Hunt.

Mielitz gedankenschnell

Ein Kopfball von Jan Rosenthal, den Werder-Torhüter Sebastian Mielitz in der 21. Minute gedankenschnell zur Ecke abwehrte, leitete eine spielerische Steigerung der Gäste ein.

120 Sekunden später stand der Bremer Schlussmann erneut im Blickpunkt, als er aus kurzer Distanz gegen Vegar Eggen Hegestad Sieger blieb.

Erst nach dem erneuten Rückstand kam für die Bremer Marko Arnautovic auf dem Platz (54.). Für den österreichischen Nationalspieler interessiert sich derzeit Dynamo Kiew.

Anders als in Deutschland ist das Transferfenster in der Ukraine noch bis zum 1. März geöffnet.

Zwei Petersen-Treffer

Dem Mittelfeldspieler gelang immerhin die Vorarbeit zum zweiten Petersen-Treffer. Ansonsten erwies sich Freiburg über weite Strecken als zweikampfstärker und kombinationssicherer und verdiente sich diesen Erfolg.

Mielitz und Doppeltorschütze Petersen waren die stärksten Akteure bei den Grün-Weißen, die in dieser Verfassung beim Auswärtsspiel am kommenden Samstag gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe stehen.

Bei den Freiburgern verdienten sich die Torschützen Kruse und Caligiuri die Bestnoten

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