Kam für 13 Millionen Euro aus Wolfsburg: Bayern-Stürmer Mario Mandzukic © getty

Mandzukic ist Bayern-Stürmer Nummer eins. Trotz der Gerüchte um Lewandowski macht er sich um seine FCB-Zukunft keine Sorgen.

Vom FC Bayern berichtet Tom Vaagt

München - Keine Angst vor neuer Konkurrenz, volles Vetrauen in die eigenen Stärken: Mit der breiten Brust eines Top-Stürmers hat Mario Mandzukic auf die Spekulationen um den möglichen Wechsel von Robert Lewandowski zu Bayern München reagiert.

"Warum sollte ich mir Sorgen machen", sagte der Kroate. "Es kommen immer gute Spieler zu den Bayern. Aber wenn ich meine Arbeit so gut wie möglich mache, muss ich mich damit nicht beschäftigen."

Schon 14 Saisontore

Selbstzweifel? Fehlanzeige! Warum auch? 14 Saisontore hat Mandzukic bereits auf dem Konto. Er gilt als Bayern-Stürmer Nummer eins.

Da fällt es auch kaum ins Gewicht, dass ihm Trainer Jupp Heynckes beim 4:0 gegen Schalke 04 am vergangenen Wochenende eine Pause verordnete und Mario Gomez den Vorzug gab (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Ich habe das so akzeptiert", sagte Mandzukic auf SPORT1-Nachfrage.

"Natürlich fällt das schwer, wenn man so einen guten Lauf hat. Aber ich verstehe das. Auch Mario Gomez braucht seine Spiele." Der Angreifer gibt sich als Teamplayer. Zu einer Allianz mit Gomez und gegen den Schatten Lewandowskis reicht es dann aber doch nicht.

Kein Austausch mit Gomez

"Wir sprechen darüber nicht miteinander", versicherte Mandzukic. Dabei möchte man ihm einen Austausch mit Gomez fast ans Herz legen.

Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison hatte es der deutsche Nationalstürmer sogar schon auf 18 Tore gebracht. Trotzdem holten die Bayern Mandzukic.

Gomez rückte im Verlauf der aktuellen Spielzeit immer mehr in die zweite Reihe - hinter den Kroaten, dem bei einer Verpflichtung von BVB-Star Lewandowski perspektivisch ein ähnliches Schicksal drohen könnte. Bei Mandzukic spielen solche Gedanken aber keine Rolle.

Nun gegen Ex-Klub Wolfsburg

"Ich konzentriere mich auf mein Spiel und denke überhaupt nicht darüber nach", sagte der EM-Teilnehmer.

Wie vor dem gegnerischen Tor gilt für Mandzukic auch hier: Kopf aus! Auf wie abseits des Feldes verlässt sich der Torjäger auf seine Instinkte - und fährt bisher recht gut damit.

"Das geht leicht. Ich schalte alles aus", sagte Mandzukic. Auch am Freitag (20 Uhr im LIVE-TICKER) gegen seinen Ex-Klub VfL Wolfsburg.

"Unsere Qualität ist höher"

"Ich habe dort schöne Zeiten verbracht und verfolge den Klub noch immer", betonte der Stürmer: "Die Wolfsburger haben sich in dieser Saison bestimmt mehr erhofft. Aber sie haben ja noch Zeit, um Boden gut zu machen."

Derzeit reicht es für die Niedersachsen nur zum zwölften Tabellenplatz - 28 Punkte hinter den Bayern.

"Natürlich haben wir viel mehr Topspieler. Unsere Qualität ist einfach höher", sagte Mandzukic. Doch dies gilt nicht nur für den VfL, sondern auch für die übrigen 16 Bundesligisten.

Zwei Tore im Hinspiel

Die Münchner dominieren die Liga nach Belieben, der Titelgewinn scheint schon jetzt nur noch eine Formsache zu sein.

"Die Gegner spielen so, wie wir es zulassen. Wir wollen der Boss auf dem Platz sein. Man muss immer glauben, dass man der Stärkste ist", sagte Mandzukic.

Im Hinspiel gegen die Wolfsburger zahlte sich diese Annahme vor allem für den 26-Jährigen selbst aus. Zwei Tore steuerte er zum souveränen 3:0 des FCB bei.

Am Freitag will er wieder der Boss auf dem Feld sein - für Gedanken an Lewandowski ist dann ohnehin kein Platz.

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