Thomas Berthold denkt, dass der Stürmer perfekt zu Bayern passen würde. In seiner Kolumne nennt er Gründe für Dortmunds Pleite.

Hallo Fußball-Freunde,

ob Robert Lewandowski nun zum FC Bayern wechselt oder nicht, kann ich nicht sagen.

Aber es ist doch klar, dass so ein interessanter Stürmer begehrt ist. Als Spielertyp würde der Pole perfekt in das Anforderungsprofil des künftigen Bayern-Trainers Pep Guardiola passen, der gerne spielstarke Stürmer in seinen Reihen hat.

Ich schätze Lewandowski fußballerisch stärker ein als Mario Gomez oder Mario Mandzukic. Und er ist mit 24 Jahren auch etwas jünger.

Wenn Lewandowski zu bekommen ist, würde ich ihn auch verpflichten.

Dortmund konnte den Ausfall Lewandowskis am Samstag nicht kompensieren. Nach seiner Roten Karte gegen den HSV fehlte die Durchschlagskraft, der BVB hat keinen gleichwertigen Ersatz.

Aber auch in der Defensive hat die Borussia einen rabenschwarzen Tag erwischt. Es wurde kein Druck aufgebaut oder die Spieler standen schlecht.

Für den HSV war es zu einfach, in den torgefährlichen Raum zu kommen.

Auch Nuri Sahin wird noch viele Spiele in der Startelf brauchen, um wieder der Alte zu werden. Training ist das eine, aber Spielpraxis ist nicht zu ersetzen.

Die Niederlage gegen Hamburg war ein Rückschlag, aber bereits am Mittwoch geht es für Dortmund weiter. Das ist das Schönste für jeden Fußballer.

Es gibt eine kurze Besprechung zum letzten Spiel, dann kommt schon die Gelegenheit an, es wieder besser zu machen.

Das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Schachtjor Donezk wird allerdings ganz schwer.

Zwar haben die Ukrainer mit Willian ihren besten Mann an Anschi Machatschkala verkauft, aber zu Hause sind sie trotzdem bärenstark.

Und am Samstag spielt Dortmund schon wieder zu Hause gegen Frankfurt.

Die Eintracht hat sechs Punkte Vorsprung auf Rang fünf, aber dahinter geht es bis zu Werder Bremen und Wolfsburg auf Rang elf und zwölf ganz eng zu.

Die Liga bleibt eine Wundertüte. Ich bin gespannt, wer den längeren Atem hat und die Nerven behält, wenn es in die entscheidende Phase geht.

Die Schalker Mannschaft wirkt jedenfalls nach wie vor nicht gefestigt. Zur Vorstellung in München gibt es nicht viel zu sagen.

Mittlerweile geht es wohl nicht mehr nur um Trainer Jens Keller, sondern auch um Manager Horst Heldt.

Die Schalker haben jetzt schwere Aufgaben vor sich. Zunächst steht das Spiel in Mainz an, dann geht es in der Champions League in die Türkei zu Galatasaray Istanbul.

Das wird sicherlich kein Zuckerschlecken.

Bis nächste WocheEuer Thomas Berthold

Thomas Berthold nahm als Spieler an drei Weltmeisterschaften teil und krönte seine Karriere mit dem WM-Titel 1990 in Italien. In der Bundesliga war er für Eintracht Frankfurt, den FC Bayern München und den VfB Stuttgart aktiv. Zudem lief er in der Serie A für Hellas Verona und AS Rom auf. Der ehemalige Manager von Fortuna Düsseldorf ist regelmäßig als LIGA total!-Experte im Einsatz und schreibt wöchentlich die Bundesliga-Kolumne für SPORT1.

Weiterlesen