Im Oktober waren die Königsblauen noch erster Bayern-Jäger. Doch seitdem wurde vieles falsch gemacht - ganz anders als beim FCB.

Ende Oktober war die Welt auf Schalke noch in Ordnung. Nach neun Spieltagen standen die Königsblauen mit 20 Punkten auf Platz zwei, nur vier Zähler hinter dem FC Bayern.

Für Schalke war es der beste Saisonstart seit 41 Jahren, in der Champions League wurde das Erreichen des Achtelfinales bejubelt - doch die Freude währte nicht lange.

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Mit dem 0:2 in Leverkusen am 17. November ging es in der Liga bergab. Sechs Spiele in Folge ohne Sieg bedeuteten den Absturz auf Platz sieben und das Aus für Huub Stevens.

Sportvorstand Horst Heldt entließ den Schalker Jahrhunderttrainer und ersetzte ihn durch Jugendcoach Jens Keller. Eine umstrittene Entscheidung, die der glückliche 5:4-Sieg zum Rückrundenaufakt gegen Hannover nur kurz überdeckte.

Wurde das 0:0 in Augsburg noch als Ausrutscher abgetan, war das 1:2 gegen Fürth nun ein Armutszeugnis, bei dem die Schalker Defizite überdeutlich aufgedeckt wurden:

Überraschungsmomente fehlen, im Abschluss gibt es Schwächen, in der Rückwärtsbewegung passieren haarsträubende kollektive Fehler, wie beim Siegtreffer der Gäste in der Nachspielzeit.

Der Rückstand auf einen Platz in der Champions League, das erklärte Saisonziel der Knappen, beträgt nun schon sieben Punkte (DATENCENTER: Bundesliga).

Die Trainerdiskussion droht schon nach drei Rückrundenspielen wieder hochzukochen - und am kommenden Wochenende geht es zum FC Bayern.

In der momentanen Verfassung droht den Schalkern dort ein Debakel.

Anders als in Gelsenkirchen wurde in München in den vergangenen drei Monaten alles richtig gemacht.

22 (!) Punkte trennen Bayern und Schalke nach dem 20. Spieltag. Jupp Heynckes führt seine Mannschaft von Sieg zu Sieg und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch zur Meisterschaft.

Dabei leistet sich Heynckes den Luxus, Arjen Robben und Mario Gomez auf der Bank sitzen zu lassen.

Schalke hingegen hat in Lewis Holtby einen seiner besten Spieler vorzeitig an Tottenham Hotspur abgegeben, um noch knapp zwei Millionen Ablöse zu kassieren. Eine Rechnung, die nicht aufgeht, wenn am Ende die Champions League verpasst wird.

Und danach sieht es momentan aus.

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