Seit 24. Dezember 2012 Cheftrainer in Nürnberg: Hecking-Nachfolger Michael Wiesinger © getty

Nach zwei erfolglosen Versuchen will Nürnbergs Trainer erstmals jubeln. Dortmund hofft in Leverkusen auf eine weitere Gala.

München - Im dritten Anlauf will Michael Wiesinger beweisen, dass er sein Handwerk beherrscht. "Wir haben an den richtigen Schrauben gedreht", verspricht der neue Trainer des 1. FC Nürnberg vor dem Spiel am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Ein 1:1 gegen den Hamburger SV und ein 0:3 gegen Borussia Dortmund stehen für den Nachfolger des zum VfL Wolfsburg gewechselten Dieter Hecking bisher zu Buche.

Der Tabellenkeller rückt näher (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Die Pleite gegen den BVB, der am Sonntag im Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen antritt (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER), hat Spuren hinterlassen. Das 0:5 im Test am vergangenen Sonntag beim Zweitligisten Jahn Regensburg sogar noch ein wenig mehr.

Drei Neue beim Club

Drei Neuverpflichtungen sollen nun beim erhofften Aufschwung helfen.

"Wir brauchen den Konkurrenzkampf im Kader und müssen aus dem Spiel in Dortmund und Regensburg die richtigen Schlüsse ziehen", sagt Sportvorstand Martin Bader und begründet die Transfers von Berkay Dabanli (Kayserispor), Mu Kanazaki (Nagoya Grampus) sowie Muhammed Ildiz (Rapid Wien).

Gladbach kommt mit breiter Brust

Trotz der angespannten Stimmung lässt Bader erste Kritik an Wiesinger nicht zu. Eine ausführliche Bewertung der Trainerarbeit werde es am Ende der Saison geben, so der FCN-Manager.

Die Gladbacher kommen derweil mit breiter Brust ins Frankenland. Seit neun Pflichtspielen (sieben in der Liga) sind sie ungeschlagen.

"Wir sind inzwischen stabiler als zu Saisonbeginn. Wir wollen punkten, müssen aber in der Offensive noch mehr Durchschlagskraft zeigen", fordert Trainer Lucien Favre.

BVB schon mit acht Toren in der Rückrunde

Über mangelnde Angriffsstärke konnte sich BVB-Trainer Jürgen Klopp bei seinem Team zuletzt nicht beschweren. Mit der Empfehlung von acht Toren aus den ersten beiden Rückrundenspielen reisen die Dortmunder nach Leverkusen.

"Das ist ein absolutes Spitzenspiel, nicht nur wegen der Tabellensituation, sondern auch aufgrund der Qualität beider Mannschaften", sagt Klopp vor dem Verfolgerduell und zollt den um einen Punkt besseren Rheinländern eine Menge Respekt.

Klopp erwartet große Herausforderung

Zwar hat Klopp in seiner Zeit beim BVB noch nie in Leverkusen verloren und auch das Hinspiel mit 3:0 gewonnen, doch der Meistercoach warnt sein Team vor dem Tabellenzweiten. Besonders das 0:0 von Bayer am vergangenen Wochenende in Freiburg hat es Klopp angetan.

"Das war Hauen und Stechen auf höchstem Niveau und ein richtig gutes Fußballspiel", sagt der 45-Jährige. Deshalb werde der Auftritt in der BayArena "eine große Herausforderung und richtig harte Arbeit".

Hyypiä: "BVB ist uns voraus"

Immerhin holte Leverkusen 19 von 24 möglichen Punkten aus den letzten acht Begegnungen und ist unter dem Trainergespann Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski zu Hause unbesiegt.

"Der BVB ist individuell stark und uns einen Schritt voraus. Sie spielen schon einige Jahre zusammen. Wir haben ja mit unserer Arbeit erst letzten Sommer begonnen und hatten folglich noch nicht so viel Zeit", sagt Hyypiä, dessen Team gegen die Dortmunder ein Remis benötigt, um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Nürnberg - Mönchengladbach:

Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Simons - Kiyotake, Feulner, Balitsch, Gebhart - Pekhart.

Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Alvaro Dominguez, Wendt - Ring, Marx - Cigerci, Arango - Hermann, de Jong.

Schiedsrichter: Florian Meyer

Leverkusen - Dortmund:

Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Bornisch - Lars Bender, Reinartz, Rolfes - Castro, Kießling, Schürrle.

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Santana, Hummels, Schmelzer - Gündogan, Kehl - Blaszczykowski, Götze, Reus - Lewandowski.

Schiedsrichter: Deniz Aytekin

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