Der FC Bayern (im Bild: Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger) wurde bislang 17 Mal Herbstmeister © getty

So früh wie nie kann Bayern in Freiburg den Halbzeit-Titel holen. Bis dahin steht der Gipfel am Samstag offiziell auf dem Index.

Von Martin Hoffmann

München - Jerome Boateng hat angeblich nichts anderes als "ein wichtiges Spiel gegen Freiburg" im Kopf.

Rafinha spricht nach Abpfiff der Dienstagsspiele nur ganz unbestimmt von gewissen "Ergebnissen in der Bundesliga", die es auszunutzen gelte.

Abwehrkollege Dante meinte derweil im Gespräch mit SPORT1: "Wir müssen konzentriert bleiben und dürfen uns nicht verrückt machen lassen."

Das Spiel am Samstag dürfe jedenfalls noch keine Rolle spielen, erklärte er zudem via Twitter.

Nur in der englischen Version seiner Botschaft rutscht dem Brasilianer der Name des Kontrahenten in dem ominösen Samstagsspiel heraus: Dortmund.

D-Wort auf dem Index

Ansonsten gilt vor dem Abendspiel des FC Bayern im Breisgau (ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER) das gesprochene Wort von Trainer Jupp Heynckes: "Nix Borussia Dortmund, sondern SC Freiburg."

Das D-Wort steht auf dem Index, bis das Spiel gegen die Mannschaft von Christian Streich abgepfiffen ist (Streich im SPORT1-Interview).

Soll nur keiner behaupten können, die Gedanken an den Gipfel am Samstag und den Stolperer des Tabellenzweiten gegen Düsseldorf hätten irgendwen abgelenkt (BERICHT: Dortmund: "Haben uns verzockt").

In Wahrheit geht es natürlich auch und vor allem um Dortmund. Denn die drei Punkte, die es am Abend in Freiburg zu gewinnen gibt, sind Punkte, mit denen der Titelverteidiger schon vorab demoralisiert werden kann.

Rekord-Herbstmeisterschaft winkt

Auf elf Zähler kann der Tabellenführer den ersten Verfolger distanzieren, so dass die Bayern auch bei einer Niederlage im Gipfel noch verstörend weit weg wären (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Und: Mit einem Sieg wären die Münchener schon am Abend Herbstmeister - so früh wie noch keine andere Mannschaft der Bundesliga-Geschichte.

SPORT1 hat die Fakten zu den Mittwochsspielen des 14. Spieltags.

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SC Freiburg - Bayern München:

Elf Tore schossen die Freiburger in ihren ersten drei Bundesliga-Heimspielen gegen den Rekordmeister, die sie allesamt gewannen.

In den folgenden zehn trafen sie aber insgesamt nur noch viermal ins Netz und erbeuteten nur noch drei Punkte, zwei davon mit torlosen Remis.

Kein Bundesliga-Akteur erzielte an der Dreisam (acht) und insgesamt (14) so viele Treffer gegen die Breisgauer wie der Münchner Claudio Pizarro.

Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg:

Die "Wölfe" verloren nur eins der letzten acht Duelle, von denen sie fünf gewannen. In jedem der fünf Ligaspiele kassierten sie genau ein Gegentor und holten sieben Punkte aus den letzten drei Begegnungen, in denen Bas Dost je einen Treffer erzielte.

Die Gladbacher verbuchten aus den letzten beiden Heimspielen insgesamt nur einen Zähler, obwohl sie jeweils 1:0 in Führung gingen.

Sie verloren aber nur eine der letzten fünf Ligapartien, in denen jeweils auf beiden Seiten Tore fielen. Die Borussen holten den Liga-Höchstwert von sechs Punkten durch Tore in der letzten Viertelstunde.

VfB Stuttgart - FC Augsburg:

Der letzte Augsburger Sieg in einem Pflichtspiel gegen die schwäbischen Landsleute war auch ihr einziger auf des Gegners Platz: 1:0 am 6. März 1976 in der 2. Bundesliga Süd.

Der VfB verlor zwei der letzten drei Ligapartien, in denen er insgesamt acht Gegentore kassierte, und hat mit 6:14 Toren die schlechteste Bilanz der zweiten Halbzeit.

Die Augsburger punkteten auf fremden Plätzen bislang nur mit zwei torlosen Remis in Hoffenheim und Nürnberg. Ins Tor trafen sie auswärts nur, wenn sie mit mindestens zwei Toren in Rückstand lagen.

Werder Bremen - Bayer Leverkusen:

Unentschieden wie die letzten drei endeten fast die Hälfte aller Bremer Heimspiele gegen Leverkusen und auch sechs der letzten acht Duelle, von denen Werder keins gewann.

In den letzten 22 Auftritten an der Weser traf Leverkusen immer ins Netz. Die Hanseaten verloren nur eins der letzten sechs Spiele (1:2 in Schalke am 10. November), obwohl sie in den letzten beiden je einen Platzverweis hinnehmen mussten.

Bayer verlor nur eine der letzten zehn Ligapartien (1:3 in Wolfsburg am 11. November) (alle Spiele ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER).

1. FC Nürnberg - 1899 Hoffenheim:

Ein Punkt und ein Tor - das ist die magere Ausbeute der Nürnberger aus den bisherigen drei Heimspielen gegen Hoffenheim. In der laufenden Saison sieht es ähnlich aus.

Der Club gewann nur eine der letzten zehn Partien (1:0 gegen Wolfsburg am 3. November) und erzielte in den letzten acht Begegnungen nur drei Treffer.

Hoffenheim gewann nur eine der letzten acht Partien und holte aus den letzten drei mit jeweils einem eigenen Tor insgesamt nur einen Punkt (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).

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