Lukasz Piszczek (r., mit Lewandowski) wechselte 2010 von der Hertha nach Dortmund © getty

Die Dortmunder lassen gegen Düsseldorf wichtige Punkte liegen. Die Borussia findet keine Mittel gegen den Fortuna-Beton.

Dortmund - Borussia Dortmund ist auf dem Weg zum Gipfeltreffen gestolpert.

Vier Tage vor dem Duell beim souveränen Tabellenführer Bayern München kam der Deutsche Meister nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hinaus und liegt damit acht Punkte hinter dem FC Bayern, der am Mittwochabend mit einem Sieg in Freiburg wieder auf elf Zähler davonziehen kann.( 644845 DIASHOW: Der 14. Spieltag )

Jakub Blaszcykowski brach vor 80.100 Zuschauern mit seinem vierten Saisontreffer (43.) das Eis, doch die lange Zeit nur verteidigenden Düsseldorfer entführten durch den zweiten Saisontreffer von Stefan Reisinger (78.) einen Punkt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Fortunas Ivan Paurevic (87.) sah die Gelb-Rote Karte.

"Wollten nicht viel riskieren"

"Wir haben kein Gegenpressing gespielt. Wir waren nicht klar genug. Aber so viele Torchancen haben wir nicht gehabt. Insgesamt ist es ein glücklicher Punktgewinn für Düsseldorf, aber sie haben toll gekontert", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp, während Neven Subotic ergänzte:

"Wir wollten nicht viel riskieren. Hinterher ist man schlauer. Wir hätten mehr auf das 2:0 gehen müssen."

BVB dominiert von Beginn an

Schon in der Anfangsphase wurde klar, dass der BVB im Sturmlauf gegen die massive Defensive der vom Verletzungspech gebeutelten Rheinländer viel Geduld benötigen würde.

Dennoch gelang es den Westfalen gleich in der Anfangsphase über die Außenpositionen mehrfach vielversprechend in den Düsseldorfer Strafraum einzudringen, allerdings blieb dort zunächst kaum Raum zum halbwegs kontrollierten Torschuss.

Die Gäste kamen nur zu wenigen Entlastungsangriffen.

Kuba hämmert den Ball unter die Latte

Folglich warteten die BVB-Fans lange auf die erste hochkarätige Chance ihrer Mannschaft, die jedoch nach den letzten spektakulären Siegen den Spielwitz und die letzte Konsequenz vermissen ließ.

Gefährlich blieb sie jedoch bei Standardsituationen und durch Nationalspieler Marco Reus (38./39.), der zweimal an Fortuna-Schlussmann Fabian Giefer scheiterte.

Gegen den Schuss unter die Querlatte von Blaszczykowski war dann aber auch Giefer machtlos.

BVB ohne Trio

Bei den Borussen pausierten mit Blick auf das Duell in München die angeschlagenen Nationalspieler Mats Hummels (Knieprobleme), Mario Götze (Oberschenkel) und Ilkay Gündogan (Sprunggelenk).

Dafür feierte Kapitän Sebastian Kehl nach dreiwöchiger Verletzungspause sein Comeback und fügte sich nahtlos ein.

Nach dem Wechsel startete die Fortuna einige Versuche, um den Ausgleich zu erzielen, bot jedoch damit gleichzeitig dem BVB Räume zum Kontern.

Reisinger trifft per Kopf

Die größte Möglichkeit der Gäste, die auf fünf verletzte Akteure verzichten mussten, verhinderte Ken Ilsö (57.), der einen Schuss von Stefan Reisinger zum möglichen Ausgleich abblockte.

Gut zehn Minuten vor dem Ende stand aber weder Freund noch Feind im Weg, als Reisinger zum 1:1 einköpfte.

Kevin Großkreutz vergab freistehend (83.) auf der Gegenseite die größte Chance zum erneuten Führungstreffer.

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