Lorenz-Günther Köstner begann seine Trainerkarriere 1982 bei Bayern Hof © getty

VW-Chef Winterkorn und Allofs stärken Köstner den Rücken. Der 60-Jährige ändert in Gladbach erstmals seine Startelf.

Wolfsburg - Trainer Lorenz-Günther Köstner wird mindestens bis zum Ende der Hinrunde weiter auf der Bank des wiedererstarkten VfL Wolfsburg sitzen.

"Davon gehe ich fest aus", sagte der neue VfL-Manager Klaus Allofs vor dem Duell bei Borussia Mönchengladbach am Mittwoch (ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER).

Zuletzt hatte auch VW-Chef Martin Winterkorn Köstner das Vertrauen ausgesprochen und den 60-Jährigen für den Aufschwung der Wolfsburger verantwortlich gemacht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Die Entwicklung ist in hohem Maß ein Verdienst von Lorenz-Günther Köstner", sagte Winterkorn dem "kicker": "Wir sehen, dass wir spielerisch eine exzellente Mannschaft haben."

Ruhe bewahren ist beste Lösung

Seit der Trennung von Trainermanager Felix Magath und der Übernahme durch Köstner haben die Niedersachsen in der Liga aus fünf Spielen zehn Punkte geholt.

Zudem gelang ihnen der Sprung ins Achtelfinale des DFB-Pokals.

Allofs hatte bereits am Sonntag bei Sport1 im Volkswagen Doppelpass erklärt, dass es "keine Kontaktaufnahme mit anderen Trainern" gebe (Bericht).

Es sei für den VfL die beste Lösung, Ruhe zu bewahren und mittelfristig zu denken.

Diego Co. pro Köstner

Auch die VfL-Akteure, allen voran der seit dem Ende der Ära Magath aufblühende Spielmacher Diego, hatten sich immer wieder sehr positiv über den neuen Trainer geäußert.

Ob Köstner allerdings auch im kommenden Jahr für die ersten Mannschaft der Wolfsburger verantwortlich ist, scheint fraglich.

Köstner hatte das Team am 25. Oktober zum zweiten Mal in seiner Karriere übernommen.

[kaltura id="0_2f6dzkmr" class="full_size" title="Allofs Jetzt kein Treuebekenntnis "]

Josue gesperrt

Bereits in der Saison 2009/10 war der bisherige Amateurcoach als Cheftrainer der Profis eingesprungen. Damals hatte er das Team auf Platz acht geführt.

Gegen die Gladbacher muss Köstner im siebten Spiel unter seiner Leitung erstmals eine veränderte Startelf ins Rennen schicken.

Mittelfeldspieler Josue ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt, für ihn wird voraussichtlich der ehemalige Nationalspieler Christian Träsch in die Anfangsformations rücken. "Die Tendenz geht zu ihm", sagte Köstner.

Weiterlesen