Mario Götze kam 2001 vom FC Eintracht Hombruch zu Borussia Dortmund © imago

Klopp muss gegen Düsseldorf umstellen und will nichts vom Bayern-Spiel wissen. Stevens warnt vor dem HSV ohne van der Vaart.

Von Felix Götz

München - Wettbewerbsübergreifend seit neun Partien ungeschlagen, den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale geschafft, in der Liga Rang zwei erobert (Bericht):

Bei Borussia Dortmund läuft es derzeit gut.

Nur die Aggressor-Vorwürfe von Lutz Michael Fröhlich (Bericht) und permanente Fragen nach dem Knaller am Samstag beim FC Bayern nerven Jürgen Klopp ein wenig.

"Das Bayern-Spiel interessiert mich momentan überhaupt nicht. In unserem Fokus ist nur Düsseldorf. Alles andere ist wurscht", sagte der 45-Jährige.

Gegen die Fortuna (alle Spiele ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER) plagen den BVB Verletzungssorgen.

Götze und Gündogan fehlen

Mario Götze (Pferdekuss) und Ilkay Gündogan (Sprunggelenks-Prellung) sind aller Voraussicht nach nicht dabei.

Zudem steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Mats Hummels. Der Innenverteidiger schlägt sich mit einer Knieblessur herum.

Auch Sebastian Kehl hat Probleme mit dem Knie, der Kapitän soll aber zumindest auf der Bank sitzen.

Gute Nachrichten gibt es von Sven Bender, der trotz seines Nasenbeinbruchs ohne Schutzmaske auflaufen wird.

Klopp fordert Geduld

Klopp warnt sein Team vor dem Aufsteiger, der 1991 letztmals einen Zähler aus Dortmund entführt hat.

"Sie stehen tief und schalten dann schnell um - das macht sie unangenehm", erklärte Klopp.

Der BVB müsse "geduldig und zielstrebig" agieren.

Noch schlimmer ist die Personalnot bei den Gästen. Fortuna-Coach Norbert Meier fehlen mit Jens Langeneke, Stelios Malezas, Bruno Soares, Tobias Levels, Oliver Fink und Du-Ri Cha vier Defensivspezialisten.

Dennoch freut sich der 54-Jährige: "Es ist doch toll, vor 82.000 Zuschauern aufzulaufen."

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"Entscheidung fällt zwischen den Ohren"

Schalke, das nun wieder hinter Dortmund auf Rang zwei steht, muss in Hamburg ran. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Die Entscheidung fällt zwischen den Ohren", ist sich Huub Stevens, der Trainer der "Knappen" sicher, dass es sich um eine reine Kopf-Angelegenheit handelt.

Was der Niederländer meint: Der HSV wird ohne Rafael van der Vaart (Muskelfaserriss) antreten, doch das darf für seine Mannschaft keine Rolle spielen.

"Wir müssen uns einfach voll auf unsere Leistung fokussieren. Ich denke nicht, dass die Hamburger zu zehnt spielen werden", meinte Stevens.

Mainz will Frankfurt wehtun

Eine heiße Angelegenheit dürfte das Rhein-Main-Derby zwischen Frankfurt und Mainz werden.

Mit einem Sieg könnten die Mainzer bis auf vier Zähler an die Eintracht heranrücken. "Ich glaube, dass es keinen Favoriten gibt", sagte Frankfurts Trainer Armin Veh.

Er muss auf Anderson (Bauchmuskelverletzung) und Karim Matmour (Gelb-Rot-Sperre) verzichten.

Mainz-Coach Thomas Tuchel ist von seiner Truppe überzeugt: "Wir sind absolut in der Lage, Frankfurt weh zu tun."

SPORT1 hat die weiteren Fakten zu den Dienstagsspielen des 14. Spieltags.

Dortmund - Düsseldorf

Die letzten drei Auftritte in Dortmund verlor die Fortuna. Nachdem die Düsseldorfer in fünf der ersten acht Begegnungen torlos geblieben waren, trafen sie in den letzten fünf Partien immer ins Netz und erzielten in den letzten drei jeweils das 1:0.

Der BVB gewann die letzten drei Liga-Aufgaben.

In den letzten drei Heimspielen gab es für die Westfalen zwar nur einen Sieg, aber das 1:2 gegen Schalke vom 20. Oktober war auch ihre einzige Niederlage in den letzten 14 Pflichtaufgaben.

Hamburg - Schalke

Gegen Schalke gewann Hamburg nur eins der letzten sechs Heimspiele. In den letzten 13 Auftritten an der Elbe gab es sechs Platzverweise gegen die Schalker.

Die Hanseaten erzielten in den letzten vier Spielen und den letzten drei Heimaufgaben jeweils nur ein Tor. In den letzten acht Runden feierten sie nur zwei Torschützen: Heung-Min Son (drei Treffer) und Artjoms Rudnevs (zwei).

Schalke verlor die letzten beiden Auswärtspartien.

Frankfurt - Mainz

Das bislang einzige Mainzer Tor in Frankfurt erzielte der heutige Leverkusener Andre Schürrle. Ihre beiden Punkte am Main holten die Rheinhessen mit torlosen Unentschieden.

Eintracht-Trainer Veh kassierte aber in seinen letzten beiden Heimspielen gegen Mainz insgesamt sieben Gegentore.

Die Hessen sind die zweitbeste Heimelf der Liga, und neben Leverkusen als einziges Team zu Hause ungeschlagen. Mainz unterlag in drei der letzten vier Begegnungen und belegt mit nur fünf Punkten in der Auswärtstabelle Rang 16.

Hannover - Fürth

Mehr als ein Jahr lang war Hannover zu Hause ungeschlagen. Nun verloren sie gleich zwei der letzten drei Heimspiele und zudem vier der letzten sechs Ligapartien.

In den letzten drei Pflichtspielen trafen die Niedersachsen nur durch einen Elfmeter von Mohamed Abdellaoue.

Die Fürther sind seit elf Runden sieglos.

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